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Brandanschläge in Hamburg geplant?: Prozess gegen „Parkbankcrew“ – Anklage verlesen

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen und mit leichter Verzögerung hat am Mittwochnachmittag der Prozess gegen drei Angeklagte begonnen, die zum zweiten Jahrestag der G20-Proteste vier Brandanschläge in der Hansestadt geplant haben sollen. Am ersten Prozesstag ist im Landgericht Hamburg lediglich die Anklageschrift verlesen worden. Die Beschuldigten – ein 31-Jähriger, ein 27-Jähriger und eine 28-Jährige – äußerten sich wie geplant zunächst nicht.

Den beiden Männern und der Frau (28) wird unter anderem gemeinschaftliche Verabredung zu schwerer Brandstiftung vorgeworfen.

Hamburg: Angeklagte sollen Brandanschläge geplant haben

Sie sollen der Anklage zufolge vom 7. auf den 8. Juli 2019 gegen Mitternacht möglichst zeitgleiche Brandanschläge auf vier verschiedene Orte in der Hansestadt geplant haben. Unter den Zielen sei auch das Wohnhaus von Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) gewesen.

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Das Trio habe die Tat zunächst geplant und sich schließlich um 23.55 Uhr an einer Parkbank in der Grünanlage Meißnerstraße getroffen, um die Brandsätze untereinander aufzuteilen, so der Vorwurf der Generalstaatsanwaltschaft. Bevor sie dann allerdings die Brandanschläge begehen konnten, wurden die drei um 0.24 Uhr in dem Park in Eimsbüttel festgenommen.

Die zivilen Polizisten hätten bei den Beschuldigten vier mit Benzin gefüllte Halbliter-Plastikflaschen und Feuerzeuge gefunden, „nicht aber Zigaretten“ oder ähnliches, hieß es am Mittwoch bei Gericht. Auch Handschuhe und schwarze Wechselkleidung hatten die Verdächtigen laut Anklage dabei.

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Brandanschläge zum G20-Jahrestag: Prozessbeginn verzögerte sich

Der Prozess war mit fast zweistündiger Verspätung gestartet, weil zu Beginn noch nicht alle Zuschauer den Weg von der Sicherheitsschleuse in den Gerichtssaal gefunden hatten. Die Vorsitzende Richterin hatte deshalb den Beginn des Verfahrens verschoben.

Hamburger Landgericht: „Parkbankcrew“ mit Jubelschreien begrüßt

Bei einem ersten Versuch, den Prozess aufzunehmen, wurden die beiden inhaftierten männlichen Angeklagten von den Zuschauern mit lauten Jubelschreien und Applaus begrüßt. Bereits am Abend vor Prozessbeginn hatte es vor der Roten Flora eine Protestkundgebung mit etwa 500 Teilnehmern für die drei Angeklagten gegeben. Wegen des Treffpunkts an einer Parkbank wird das Trio in den Medien und der linken Szene als „die Drei von der Parkbank“ und „Parkbankcrew“ bezeichnet. Ihnen drohen mehrere Jahre Haft.

Der Prozess wird am 16. Januar fortgesetzt. Bislang sind mehr als 20 Termine bis April geplant. (dpa)

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