Blick in die Sammlung Ueberbrück
  • Ein Blick in die „Sammlung Ueberbrück“, die im Stadtmuseum Harburg ein neues Zuhause findet.
  • Foto: Stadtmuseum Harburg

Museum entdeckt kleinen Schatz – in der Wohnung eines 82-Jährigen

Feuerzeuge, Limo-Flaschen einer alten Harburger Marke, Modelle der legendären „Tempo“-Dreiräder – es gibt fast nichts aus der modernen Geschichte des Stadtteils, was Herbert Karl Ueberbrück nicht gefunden und aufbewahrt hat. Der Nachlass des 2020 verstorbenen Sammlers lässt mehr als einhundert Jahre Harburger Historie wieder lebendig werden.

Das Stadtmuseum Harburg nimmt die einzigartige „Sammlung Ueberbrück“ nun in den eigenen Bestand auf. Gegenstände aus weit über 100 Jahren Historie befinden sich darin. Darboven-Kaffeedosen finden Platz neben Bierflaschen aus Harburger Brauereien, „Frisco“-Limo-Flaschen oder „Tempo“-Automodellen.

Stadtmuseum Harburg kauft umfangreiche Sammlung

All dies hat Herbert Karl Ueberbrück über viele Jahrzehnte privat gesammelt, gehegt und gepflegt – und seine eigene Wohnung damit in ein kleines Museum verwandelt. Die umfangreichen Harburg-Devotionalien hatte Ueberbrück auf nur vierzig Quadratmetern um sich versammelt.


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Zudem legte der Sammler einen Bestand detaillierter wissenschaftlicher Literatur an. Hinzu kommen zahlreiche Postkarten und Zeitungsartikel – insgesamt sei das alles ein „besonderer Glücksfall“, teilte das Museum mit.

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„Gerade in einer Zeit des beschleunigten gesellschaftlichen Wandels ist Geschichte und die Kenntnis von historischen Prozessen ein wichtiger, Orientierung und Identität stiftender Faktor“, kommentierte Jens Brauer vom Stadtmuseum Harburg den Neuerwerb.

Sascha Schroeder (l.) übergab zum Kauf der „Sammlung Ueberbrück“ eine Spende an Jens Brauer vom Stadtmuseum Harburg.
Sascha Schroeder (l.) übergab zum Kauf der „Sammlung Ueberbrück“ eine Spende an Jens Brauer vom Stadtmuseum Harburg.

Finanzielle Unterstützung für den Ankauf kommt von der Sparkasse Harburg-Buxtehude. Für sie sei es eine „echte Herzensangelegenheit“, 5000 Euro zum Kauf beizusteuern, sagte Sascha Schroeder. Es sei ein „großes Anliegen“, die Harburger Stadtgeschichte „nachhaltig zu wahren und für die Menschen erlebbar zu machen“.

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