Linus (11) und sein Vater Marcus Neef vor dem Hundeplatz am Kemal-Altun-Platz.
  • Linus (11) und sein Vater Marcus Neef vor dem Hundeplatz am Kemal-Altun-Platz.
  • Foto: Quandt

Beim Spielen: Plötzlich beißt der Hund zu – und Linus (11) bangt um seinen Finger

Ottensen –

Die Sonne schien am vergangenen Dienstag, es war ein schöner Tag. Linus (11) und sein Bruder spielen mit Mama und Hündin Paula auf der eingezäunten Hundewiese am Kemal-Altun-Platz. Linus freundet sich mit einem fremden Schäferhund an, wirft ihm Stöcke hin. Doch plötzlich beißt der Hund zu. 

Linus wird von Sanitätern behandelt und noch am Abend im UKE operiert. Zunächst sieht es nicht gut aus, es scheint, als müsste der Zeigefinger seiner linken Hand amputiert werden.

Hamburg: Plötzlich beißt der Hund zu – und Linus (11) muss ins UKE

Linus‘ Mutter spricht die Halterin des Schäferhundes an, macht ein Foto ihres Ausweises, denn deren Lebensgefährte ist mit dem Tier schon weggegangen. Durch das Foto kann die Polizei Hamburg die Halterin später ermitteln. 

„Der Schäferhund war ein liebes Tier und nicht aggressiv“, so Linus‘ Vater Marcus Neef zur MOPO. Er ist Betreiber des „café coffeine“ an der Bahrenfelder Straße. „Linus hatte kurz weggeguckt, der Hund wollte nur nach dem Stock schnappen. Es war ein unglücklicher Unfall.“

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Die Versicherung, die die Halterin des Schäferhundes angegeben hat, teilt Neef am nächsten Tag mit, dass der Hund nicht versichert sei und sie deswegen auch keine Schadensregulierung übernehme. Neef: „Keine Versicherung, der Hund ist in Hamburg auch nicht registriert, entsprechend werden auch keine Steuern gezahlt. Wir haben uns jetzt einen Anwalt genommen.“

Dieser fordert für die Familie von der Halterin 6000 Euro Schmerzensgeld. Was ihr aber vor allem sauer aufstößt: „Von der Halterin gab es kein Wort des Bedauerns“, so Neef. „Sie hat nichts gesagt, ist einfach klammheimlich verschwunden.“ 

Nach Hunde-Biss in Hamburg-Ottensen: So geht es Linus 

Linus geht es mittlerweile wieder besser. Nach ein paar Tagen im Krankenhaus ist er seit Donnerstag wieder zu Hause. „Er hatte im abgerissenen Teil der Fingerkuppe noch Gefühl, die Durchblutung ist auch noch da“, so Vater Marcus Neef. „Es werden Narben bleiben und es kann sein, dass der Fingernagel nicht mehr nachwächst, aber ansonsten scheint es nicht so schlimm, wie zuerst befürchtet. Linus hat das super weggesteckt.“

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