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Postbank Filiale von Außen
  • Vom Aussterben bedroht: Mehr als 200 Postbankfilialen sollen geschlossen werden. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance / Schoening | Schoening

Bank macht mehr als 200 Filialen dicht – so werden sie ersetzt

Das Filialnetz der Postbank wird deutlich ausgedünnt. Wie viele Filialen in Hamburg bestehen bleiben, ist unbekannt. Stattdessen will die Eigentümerin, die Deutsche Bank, digitale Kanäle ausbauen. Und überträgt ein Modell auf die gelbe Marke, das es im eigenen Haus schon länger gibt.

Die Deutsche Bank will Filialschließungen bei ihrer Marke Postbank teilweise durch regionale Beratungscenter auffangen. Telefonisch oder per Videoschalte sollen sich Privatkunden dort künftig auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten von Filialen sowie an Samstagen zu finanziellen Fragen informieren können.

„Wir wollen den Marktauftritt der Postbank für unsere Kunden deutlich verändern, weg von einem doch eher filialbasierten Modell hin zu einem Modell, wo letztlich der Kunde entscheiden kann, über welche Kanäle er gerne bedient werden will“, sagte der Leiter der Privatkundenbank Deutschland der Deutschen Bank, Lars Stoy, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Frankfurt.

Postbank: Beratungscenter sollen Filialschließungen auffangen

Bei der Deutschen Bank gibt es seit einigen Jahren Beratungscenter. Nun sollen an neun Standorten Postbank-Teams hinzukommen: in Hamburg, Berlin, Essen, Schkeuditz, Wuppertal, Mainz, Mannheim, Nürnberg und München. Zusätzlich sind zwei neue reine Postbank-Beratungscenter in Hannover und Bonn geplant. Aufbauen will die Deutsche Bank die neue Struktur in den nächsten Monaten, so dass 2025 dann alle elf Postbank-Beratungscenter für die Kundschaft zur Verfügung stehen.

Filialschließungen: Postbank kündigt Stellenabbau an

Die Zahl der Postbank-Filialen wird die Deutsche Bank bis Mitte 2026 von 550 auf 320 verringern. In 200 der verbleibenden Standorte werden auch Postdienstleistungen angeboten, 120 sind reine Bankfilialen. „Wir haben darauf geachtet, dass wir in Ballungsgebieten und auch in der Fläche weiterhin gut vertreten sind“, sagte Dominik Hennen, der als Leiter Personal Banking das breite Privatkundengeschäft der Marken Deutsche Bank und Postbank führt. „Das wird nicht überall gehen, aber wir haben darauf geachtet, dass wir auch die Fläche weiterhin gut abdecken.“

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Es werde „natürlich auch einen Stellenabbau geben“, sagte Hennen. Genaue Zahlen nannte die Bank auf Nachfrage nicht. Betriebsbedingte Kündigungen sind nach der jüngsten Tarifvereinbarung mit der Gewerkschaft Verdi bis Ende 2027 ausgeschlossen. Kundenberater aus Filialen, die geschlossen werden, will die Bank in die Beratungscenter übernehmen.

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