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  • Foto: moka-studio

Autofreie City: Jungfernstieg-Umbau wird später fertig – Tjarks nennt Grund

Weg mit den Autos, dafür mehr Platz für Fußgänger, Radler und Gastronomie – so lautet der Plan für den Umbau des Jungfernstiegs. Erste Maßnahmen starten schon im Herbst, doch fertig wird die komplette Umgestaltung erst im Frühjahr 2022, erklärte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Freitag im Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft. Der Grund hat mit Weihnachten zu tun.

Die Fertigstellung des Konzepts für den autoarmen Jungfernstieg verschiebt sich damit um ein halbes Jahr. Entsprechende Pläne hatte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Freitag dem Ausschuss vorgestellt. Der Grund für die Verschiebung ist das Weihnachtsgeschäft, welches nicht negativ von den Bauarbeiten beeinflusst werden soll.

Jungfernstieg: Autos verschwinden noch im Herbst

Die Autos verschwinden jedoch schon im Oktober dieses Jahres vom Jungfernstieg. Dann ist die Durchfahrt nur noch für Busse, Taxen, Stadtrundfahrten und Radfahrer erlaubt. Es gilt Tempo 30. Langfristig sind eine drei Meter breite Mittelinsel mit neuen Silberlinden und das Ende des Radwegs auf der Alsterseite in Planung.

Nach Informationen des NDR würden 20 Parkplätze am Jungfernstieg wegfallen. Tjarks habe in diesem Zusammenhang auf die umliegenden Parkhäuser verwiesen, wo es genug Platz gebe.

Linke nennt Verkehrskonzept „Stückwerk“

Die Ausschuss-Vorsitzende Heike Sudmann (Die Linke) begrüßte die Jungfernstieg-Planungen – allerdings mit Einschränkungen. „Es ist schön, dass was passiert. Aber es fehlt ein Verkehrskonzept für die Innenstadt, das wirklich sagt: „Wir wollen eine autofreie Innenstadt haben!“. Die bisherigen Maßnahmen seien nur „Stückwerk“.

Autoarme Innenstadt: So geht es für Hamburg weiter

Nach dem Jungfernstieg wolle der Verkehrssenator den Neuen Jungfernstieg, die Bergstraße, die Kaiser-Wilhelm- und die ABC-Straße umgestalten. Ab März 2021 wird der Busverkehr in der Mönckebergstraße, zunächst temporär, umgeleitet. Während der Sanierungsarbeiten der U3 probiert die Stadt in einer Testphase aus, welche Auswirkungen die Verlagerung des Busverkehrs auf Fahrgäste, Einzelhandel und Gastronomie hat. (mp/dpa)

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