Ausgerechnet in Zeiten des Coronavirus: Ottos-Burger-Chef ist jetzt auf neuer Mission

    Ob neapolitanisch-dünn, mit dickem Rand oder eingefärbt: Der Dauerbrenner Pizza ist nicht totzukriegen. Nun ist auch ein Ex-Chef von „Ottos Burger“ mit seinem Restaurant „Mission Pizza“ auf den Zug aufgesprungen. Und das ausgerechnet in dieser ungünstigen Zeit, in der Restaurants wegen des Coronavirus strenge Auflagen haben. Geht das gut? Die MOPO hat mit dem jungen Franzosen gesprochen.

    Ottos Burger, der Name steht in Hamburg für Qualität. Und doch hat der in Hamburg lebende Franzose und ehemalige Mit-Chef von Ottos Burger, Lucas Chatelain, den Sprung ins kalte Wasser gewagt und umgesattelt. Er betreibt jetzt die Pizzeria „Mission Pizza“ im Grindelviertel. Von Burger auf Pizza, oder anders gesagt: Vom amerikanischen Fast-Food-Traum zum italienischen Grundnahrungsmittel Nummer eins: der Pizza.

    Nur wenige Tage nach der Eröffnung ist auf einmal alles anders: Wegen des Coronavirus dürfen die Restaurants plötzlich nur zwischen 6 und 18 Uhr geöffnet haben. Für Chatelain ein Problem: Sein Laden macht erst um 17 Uhr auf. „Unter der Woche haben wir das Restaurant jetzt zu, nur unser Lieferservice läuft gerade“, erzählt der Franzose. Am Wochenende will Chatelain versuchsweise auch tagsüber geöffnet haben. Seinen Minijobbern musste er jedoch sagen, dass sie in den nächsten Wochen nicht zur Arbeit kommen müssen. Ein Start nach Maß – in dieser Situation kaum möglich. 

    Neue Pizzeria im Hamburger Grindelviertel eröffnet

    Doch wie kommt ein Burger-Brater eigentlich zur Pizza? „Die Jahre bei Ottos Burger, gemeinsam mit meinem Cousin Daniel MacGowan, waren sehr stressig. Ich wollte ein bisschen runterfahren“, erklärt Chatelain der MOPO seine Entscheidung, als Bulleten-Brater kürzer zu treten. In der Ruhe danach entstand plötzlich der Plan, einen Pizza-Lieferservice zu eröffnen, so Chatelain. Ein Jahr lang versuchten er und sein Geschäftspartner es mit dem Lieferservice, dann entstand aus dem Nichts eine andere Idee: „Plötzlich kam ein Angebot von einem Restaurant am Grindel, ob wir das übernehmen wollen. Da haben wir zugeschlagen.“

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    Mit „wir“ meint Chatelain sich und seinen Geschäftspartner Alexander Wenckstern. Nach einem Jahr Lieferservice war es soweit: „Zum 1. Februar haben wir dann den Schlüssel zum neuen Laden am Grindelhof bekommen“. Das Konzept: „Wir machen Pizza, die nicht klassisch italienisch ist.“ Die Inspiration käme aus neumodischen New-Yorker Pizzaläden. 

    Ihre „Signature“-Pizza? „Die heißt ,Mission Pizza‘, wie unser Laden. Eine Pizza mit Sesamrand, Mozarella, Zwiebelmarmelade und Ricotta.“ Kostenpunkt: 13 Euro. „Bei uns sind alle Zutaten frisch, nichts kommt aus der Dose“, erzählt der gelernte Jurist. In den neuen Laden haben seine Mitarbeiter und er sehr viel Liebe reingesteckt. Und auch den Lieferdienst betreiben Chatelain und sein Geschäftspartner weiter.

    Pizza in Hamburg: Auch Til Schweiger mischt mit

    Neben „Mission Pizza“ tauchen auch weitere Gastro-Akteure mit neuen Pizza-Läden auf. Berühmtester Pizza-Bäcker: Til Schweiger mit seinen mittlerweile drei Geschäften von „Henry likes Pizza“. Woher der Hype? Eine Antwort darauf hat Lennert Wendt vom „Heat“ aus Altona. 

    Lennert Wendt präsentiert die Vielfalt seiner Pizzen.

    Lennert Wendt präsentiert die Vielfalt seiner Pizzen.

    Foto:

    Quandt/ Florian Quandt

    „Pizza wurde schon immer gegessen, vermutlich, weil es so schön einfach ist, sie herzustellen.“  Für Wendt und sein Team ist klar: „Wir machen keine Pizza, sondern Kompositionen auf Hefeteig. Wir wollen unseren Kunden eine Geschmacksexplosion bieten.“

    Pizza in Hamburg: Heat-Chef erklärt den Boom

    Dafür verwendet er nur verarbeitete Zutaten – ab April stellt er um auf vegane Pizza. „Man kann ja was den Klimaschutz angeht nicht über Flugverbote reden und das Thema Lebensmittel aussparen. Daher ist ab dann bei uns alles Pflanzen-basiert“. 

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