Geflüchtete steigen in ein Flugzeug. (Symbolfoto)
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Aus Lagern in Griechenland: Hamburg will diesen Sommer weitere kranke Kinder aufnehmen

Die Flüchtlingslager in Griechenland platzen aus allen Nähten, die Zustände dort sind katastrophal. Deshalb will Hamburg Abhilfe schaffen und 150 Geflüchtete aufnehmen. Bei Ankunft soll es für die dann zunächst für zwei Wochen in Quarantäne gehen.

Hamburg wird noch in diesem Sommer weitere kranke Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern aufnehmen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind 41 kranke Kinder sowie deren Eltern und Geschwister im Gespräch. Sie sind Teil von insgesamt 928 kranken Jungen und Mädchen, die Bundesinnenminister Horst Seehofer Ende Juli/Anfang August nach Deutschland holen will. Aus Hamburger Behördenkreisen wurden die Zahlen bestätigt.

Geflüchtete: Hamburg nimmt 50 Minderjährige auf

Vor dem Hintergrund katastrophaler Zustände in den überfüllten griechischen Lagern hatte sich die Hansestadt zur Aufnahme von bis zu 150 Menschen bereiterklärt, davon bis zu 50 unbegleitete minderjährige Geflüchtete sowie begleitete minderjährige Geflüchtete mit ihren Kernfamilien – zusammen höchstens 100 Personen. Die gemeldete Aufnahmebereitschaft aller Bundesländer summiert sich auf insgesamt 2100 Menschen.

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Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hatte im März beschlossen, zusammen mit anderen EU-Staaten aus Griechenland insgesamt etwa 1000 bis 1500 Kinder zu holen und zu betreuen.

Hamburg: Geflüchtete zunächst in Quarantäne

In Hamburg müssten die Geflüchteten zunächst eine zweiwöchige Quarantäne in einer geeigneten Unterkunft antreten, vermutlich in der Zentralen Erstaufnahme, dem sogenannten Ankunftszentrum in Rahlstedt, hieß es in Behördenkreisen.

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Je nach Alter, Erkrankungen oder etwaigen Familienkonstellationen werde anschließend über eine Folgeunterbringung entschieden. (dpa/maw)

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