• Die Asklepios Klinik Altona
  • Foto: picture alliance / Marcus Brandt/dpa

Asklepios-Klinik Altona: Nach Impfung: Dutzende Pflegekräfte melden sich krank

Altona –

Auch in der Asklepios-Klinik Altona haben sich in den vergangenen Tagen rund zwei Dutzend Pflegekräfte und andere Mitarbeiter nach einer Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca krank gemeldet. Zuvor war es im Westklinikum zu zahlreichen Ausfällen nach der Impfung gekommen.

„Es trifft zu, dass der Impfstoff von AstraZeneca häufiger Impfnebenwirkungen zeigt als die beiden mRNA-Impfstoffe“, so Asklepios-Sprecher Matthias Eberenz. „Wie bei allen Impfstoffen kommt es gelegentlich zu bekannten Impfreaktionen wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber.“

Schätzungsweise zehn Prozent aller Geimpften sollen unter starken  Nebenwirkungen leiden. Die betroffenen Mitarbeiter würden sich in der Regel aber nur einen Tag lang zu krank zum Arbeiten fühlen.

 Altona: Nach Impfung: Dutzende Pflegekräfte melden sich krank

„Die Kliniken versuchen, nicht komplette Teams aus einem Bereich zu impfen, sondern die Kolleginnen und Kollegen terminlich etwas zu verteilen“, so Eberenz weiter. Um die Ausfälle gering zu halten, werde „der Freitag als Impftermin präferiert“, weil die Nebenwirkungen dann am Wochenende auskuriert werden können. 

Die rund 1300 Angestellten in der Klinik Altona sowie mehrere Hundert Service- und Reinigungskräfte sollen bis Ende Februar „durchgeimpft“ sein. Die Impfbereitschaft sei hoch, heißt es.

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Welchen Impfstoff sie für ihre Teams bekommen, darauf haben die Kliniken keinen Einfluss. In der ersten Phase, als vorrangig Ärzte und Pfleger auf Covid-Stationen, sowie auf Intensivstationen und Notaufnahmen geimpft wurden, kamen die verträglicheren Wirkstoffe von Moderna und Biontech zum Einsatz.

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Derzeit stellt die Sozialbehörde für Erstimpfungen nur den Wirkstoff von AstraZeneca zur Verfügung. Ausnahme sind Menschen über 65, für die der Impfstoff nicht zugelassen ist.

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Der Unterschied: Die Impfstoffe von Biontech und Moderna basieren auf einer Art genetischem Bauplan eines Corona-Proteins, der geimpft wird, und anhand dessen die Zellen Antikörper produzieren. AstraZeneca hingegen nutzt ein harmloses Virus, um ein Stück der Coronavirus-Hülle in den Organismus zu transportieren und damit die Immunabwehr auf den Erreger zu trainieren.

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