• Die Flüchtlingsunterkunft am Björnsonweg nach der Fertigstellung.
  • Foto: Schimkus

Anwohner erwägen Klage: Wieder Zoff um Flüchtlingsunterkunft

Blankenese –

Mit Limousinen gegen das Flüchtlingsheim: Vier Jahre ist der Zoff um eine Asyl-Unterkunft im feinen Blankenese her. Ein Vergleich zwischen Anwohnern und Bezirk sorgte 2017 für Frieden. Nun flammt der Streit erneut auf – weil Altona den Vergleich offenbar aushebeln will.

Wie NDR 90,3 berichtet, will sich das Bezirksamt Altona nicht mehr an die Einigung halten. Die hatte darin bestanden, dass die Unterkunft für 192 Flüchtlinge zwar gebaut werden konnte, im April 2023 aber wieder abgerissen werden muss.

Bezirksamt will neuen Bebauungsplan

Laut NDR plant das Bezirksamt, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen, der die Unterkunft am Björnsonweg dauerhaft erhält. Begründung: Der Vergleich verpflichte das Bezirksamt nur, den „Verlust von Waldfläche orts- und funktionsnah zu kompensieren.“

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Für den Bau der Unterkunft waren 2016 insgesamt 42 Bäume gefällt worden. Die Neuanpflanzungen sollen in Wedel erfolgen. Außerdem heißt es, es würden „auch zukünftig in Hamburg Plätze für die Unterbringung von Geflüchteten fehlen“.

Anwohner ziehen Klage in Erwägung

Nach Information des Senders fühlen sich mehrere Anwohner betrogen. Sie sollen eine Klage in Erwägung ziehen. (mp)

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