Der Eingang zu einer Kleingartenanlage. (Symbolbild)
  • Der Eingang zu einer Kleingartenanlage. (Symbolbild)
  • Foto: dpa

Ansteckende Baumkrankheit: Feuerwehr greift im Schrebergarten zu drastischen Mitteln

Farmsen-Berne –

Eine mehrstämmige Schwarz-Erle in der Kleingartenanlage „Moorschreber“ in Farmsen-Berne muss nun gefällt werden. Anwohner meldeten den erkrankten Baum beim Bezirksamt. Nun musste die Feuerwehr aus Gründen der Verkehrssicherheit die Schwarz-Erle teilweise fällen. 

Eine nachfolgende Begutachtung durch das Bezirksamt ergab, dass der Baum massiv von einem Baumpilz befallen wurde. Der Baumpilz, Hallimasch genannt, führt vor allem bei älteren Bäumen häufig Kern- und Stockfäulen. 

Schwarzerle

Eine mehrstämmige Schwarz-Erle – ähnlich wie auf diesem Foto – muss gefällt werden, damit sich ein Pilz nicht auf andere Bäume ausbreiten kann (Symbolbild).

Foto:

imago images/blickwinkel

Risiko: Hallimasch-Pilz führt zur Bruchgefahr der Bäume 

Zudem kann der Pilz auch die Wachstumsschicht der Rinde zerstören. Dies führt dann dazu, dass die befallenen Bäume absterben und aufgrund von Bruchgefahr gefällt werden müssen.

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Zu erkennen ist der Hallimasch an den Pilz-Myzelsträngen. Diese dienen dem Pilz als Ausbreitungsorgan. Zusätzlich bildet der Pilz weiße Myzelmatten aus. Mit ihnen dringt er in das Holz ein und baut es ab. 

Hamburg: Schwarz-Erle muss komplett gefällt werden

Da sich der Pilz auch auf andere Bäume ausbreiten kann und die befallenen Stämme bruchgefährdet sind, werden nun auch die fünf verbleibenden Stämmlinge der Schwarz-Erle kurzfristig gefällt. Als Stämmlinge bezeichnet man die Triebe, die aufrecht wachsen und auch einen Teil der Baumkrone bilden.

Die Schwarz-Erle kann sich also nicht mehr vom Pilzbefall erholen. Nun steht der Schutz der umliegenden Bäume an erster Stelle. (mp)

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