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Alarmierende Zahlen: So viele Menschen sind in diesem Jahr schon ertrunken

Jedes Jahr ertrinkt in Hamburg und im Norden eine Vielzahl von Menschen. Die Ursachen für die traurigen Schicksale sind dabei fast immer ähnlich: Leichtsinn oder eine zu hohe Risikobereitschaft sind nur zwei von ihnen. Die meisten Badetoten wurden, wie auch in den Jahren zuvor, an unbewachten Gewässern registriert. Doch es gibt eine positive Tendenz.

In Schleswig-Holstein sind in diesem Jahr schon 23 Menschen ertrunken. Das sind sieben mehr als im Vorjahr, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte. 

Badetote 2020 in Hamburg: Bislang vier Fälle

In Hamburg ist die Zahl im Vorjahresvergleich von elf auf vier gesunken. „Die Ursachen sind wie so oft Leichtsinn, Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft und insbesondere das Schwimmen in unbewachten Gewässern”, sagte DLRG-Präsident Achim Haag. Weil zahlreiche Schwimmbäder coronabedingt geschlossen hatten, hätten sich viele Menschen Alternativen im Freien gesucht.

Unfallschwerpunkte sind nach wie vor Seen und Flüsse, dort passieren rund 85 Prozent der Todesfälle. Dagegen seien die Küsten von Nord- und Ostsee weiter vergleichsweise sicher, erklärte Haag. Dort wachten Rettungsschwimmer von Mitte Mai bis Mitte September an fast 90 Stationen zwischen Borkum und Usedom über die Sicherheit an den Stränden.

Im Norden: Zahl der Badetoten an den Küsten geht zurück

Trotz vieler Besucher an den Küstengewässern sei die Zahl der Ertrunkenen dort im Vergleich mit den Vorjahren gesunken: Im Meer ertranken demnach bis Ende August 18 Menschen – in der Nordsee waren es 4, in der Ostsee 14 Menschen. Insgesamt gab es an der Küste damit vier Badetote weniger als 2019.

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Bundesweit sind seit Jahresbeginn mindestens 329 Menschen ertrunken, 20 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. (dpa/maw)

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