Mitarbeiter in der Hamburger Zentrale zur Unterstützung der Kontaktnachverfolgung. 
  • Mitarbeiter in der Hamburger Zentrale zur Unterstützung der Kontaktnachverfolgung. 
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50er-Inzidenz: Bürgermeister widersprechen Merkel – Hamburg kann Kontakte verfolgen

Die Zielmarke in der Corona-Bekämpfung liegt bei 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist überzeugt, die Gesundheitsämter seien bei einer höheren Inzidenz mit der Kontaktverfolgung überfordert. Dem widersprechen die Bürgermeister mehrerer Großstädte. Auch Hamburg schafft die Nachverfolgung offensichtlich besser.

„Mittlerweile schaffen wir es wieder, alle Kontakte von Infizierten rasch nachzuverfolgen und zügig Maßnahmen wie Quarantäne zu verhängen“, sagte der Sprecher der Sozialbehörde dem „Abendblatt“. Derzeit ist Hamburg bei einer Inzidenz von 67,6 (Stand 9. Februar). Die Stadt hatte zur Unterstützung der Gesundheitsämter in der Kontaktverfolgung extra die Zentrale Unterstützung Kontaktnachverfolgung (ZUK) eingerichtet.

50er-Inzidenz: Bürgermeister widersprechen Merkel

Die Bürgermeister verschiedener Großstädte darunter Bremen, Köln, München, Leipzig und Düsseldorf hatten zuvor in der „Welt am Sonntag“ ähnliche Angaben gemacht. Auch bei ihnen sei die Kontaktverfolgung bei einem Inzidenzwert von über 50 in allen Fällen möglich.

Schnellere IT-Lösungen zur Kontaktverfolgung

Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, verwies in diesem Zusammenhang auf die schnelle Einführung von IT-Lösungen in Großstädten: „Die dortigen Lösungen laufen rund und befähigen die Gesundheitsämter dieser Städte schon jetzt, auch bei einer Inzidenz weit über 50 die Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten. Das wird nur in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.“

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Dedy räumte allerdings ein, dass bundesweit nicht alle Ämter bei hohen Inzidenzen so umfassend agieren könnten. (mp)

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