Hoffentlich auch irgendwann wieder vor Publikum: Star-Organistin Iveta Apkalna spielt auf der frisch gereinigten Orgel.
  • Hoffentlich auch irgendwann wieder vor Publikum: Star-Organistin Iveta Apkalna spielt auf der frisch gereinigten Orgel.
  • Foto: Christian Charisius/dpa

4700 Pfeifen gereinigt: Orgel der Elphi erstrahlt in neuem Glanz

Livemusik funktioniert am besten, wenn man sie mit vielen Menschen gemeinsam hört. Doch das hat es in der Elbphilharmonie lange nicht mehr gegeben. Für eine Präsentation der gereinigten Orgel durfte jetzt zumindest Star-Organistin Iveta Apkalna wieder an ihrem Spieltisch Platz nehmen und alle Register ziehen.

Nach einer Generalreinigung und Neuintonation erstrahlt die Orgel der Hamburger Elbphilharmonie in neuem Glanz. „Ich hatte ganz vergessen, wie aufregend das ist“, sagte Orgelbauer Philipp Klais am Freitag in Hamburg, nachdem Titularorganistin Iveta Apkalna Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge d-Moll“ gespielt hat.

Elphi-Orgel: 4700 Pfeifen wurden gereinigt

Mehr als 4700 Pfeifen – die kürzeste aus Zinn misst elf Millimeter, die längste aus Holz zehn Meter – hatten die Orgelbauer mehrere Wochen lang gereinigt und dann wieder eingesetzt. Die für den Sommer geplante Reinigung war wegen der Corona-Pandemie vorgezogen worden. So hatten die Orgelbauer genug Zeit für ihre Arbeit.

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„Ich höre schon den Unterschied, weil ich den Charakter jedes Registers kenne“, sagte Apkalna. An fünf von insgesamt 69 Registern wurde etwas nachjustiert. „Diese Orgel hat wahnsinnig viel Charakter. Das genieße ich, aber einfach ist es nicht“, sagte die mehrfach ausgezeichnete Lettin, die Orgeln auf der ganzen Welt spielt.

Elbphilharmonie: Orgel erstrahlt in neuem Glanz

Die Orgel der Elbphilharmonie erstreckt sich auf einer Fläche von 15 mal 15 Metern. Nur einen kleinen Teil davon können die Besucher sehen – der Rest verschwindet hinter der Wandverkleidung des Konzertsaals. „Die Orgel der Elbphilharmonie ist eine Erfolgsgeschichte, dabei war sie am Anfang noch nicht mal geplant“, sagte Intendant Christoph Lieben-Seutter. Erst eine Millionenspende von Mäzen Peter Möhrle hatte den Bau des imposanten Instruments möglich gemacht. (alu)

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