Vor sieben Jahren wurde der Bronze-Löwe vom Friedhof Ohlsdorf gestohlen.
  • Vor sieben Jahren wurde der Bronze-Löwe vom Friedhof Ohlsdorf gestohlen.
  • Foto: picture alliance/dpa

2014 wurde er geklaut: Bronzelöwe „Triest“ wacht bald wieder über Hagenbeck-Grab

Ohlsdorf –

Vor sieben Jahren klauten Unbekannte den 250 Kilo schweren Bronze-Löwen, der das Familiengrab der Hagenbecks auf dem Friedhof Ohlsdorf bewachte. Jetzt wird die Statue ersetzt – durch eine originalgetreue Kopie.

100 Jahre lang döste „Triest“ am Kopf des Familiengrabs der Hagenbecks. Bis Diebe die schwere Figur im Januar 2014 am helllichten Tag stahlen. Jetzt soll das stolze Tier zurück an seinen Platz.

Mit Hilfe von Fotos habe Bildhauer Michael Kaul eine Replik der Bronzefigur erstellt, teilte ein Sprecher der Hamburger Friedhöfe am Freitag mit. Die Familie sei „überglücklich“. Am Montag werde er auf dem Grab aufgestellt.

Hagenbeck in Hamburg: Bronzelöwe Triest zurück auf Familiengrab

Der Fall gab der Polizei damals Rätsel auf. Die Beamten gingen nach dem Diebstahl davon aus, dass Buntmetall-Diebe am Werk waren, die nur am Material interessiert waren. Und das hatte immerhin einen Wert von rund 100.000 Euro. Wie es den Unbekannten jedoch gelang, die 250 Kilo schwere Löwenstatue unbemerkt zu entwenden, blieb ungeklärt.

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Wahrscheinlich ist, dass sie „Triest“ bei Tageslicht mit einem Kleintransporter weggeschafft haben, denn nachts ist der Friedhof verschlossen. Jedoch ist der Zugang zum Grab zu schmal, um mit einem Kleintransporter direkt vor die Grabstätte zu gelangen. Am Tatort selbst wurden damals kaum Spuren gefunden.

„Triest“ war Lieblings-Löwe von Zoodirektor Carl Hagenbeck

Für Tierparkgründer Carl Hagenbeck war „Triest“ wie ein Freund: Sein Lieblings-Löwe soll dem Zoodirektor einmal das Leben gerettet haben, als er durch die Gehege des Tierparks spazierte und von anderen Raubkatzen angegriffen wurde. „Triest“ soll sich dazwischengeworfen und Carl Hagenbeck geschützt haben. Auch deshalb wachte seine Skulptur am Grab. (jek)

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