• Das Gewerbegebiet Neuland 23, zwischen Süderelbe und A1 an der Abfahrt Harburg.
  • Foto: Holger Weitzel

1500 Jobs sind Pflicht: Nach geplatztem Deal: Hamburg schreibt Filetfläche neu aus

Neuland –

Nach dem geplatzten Post-Deal: Die Stadt Hamburg hat das Filet-Grundstück an der A1 bei Neuland nach fast einem Jahr endlich neu ausgeschrieben. Vielleicht sogar zu einem optimalen Zeitpunkt: Zwar sind der Hafen und viele Wirtschaftszweige durch Corona enorm gebeutelt, aber wegen des zunehmenden Online-Handels boomt die Nachfrage nach Logistikflächen, und die Preise schießen in die Höhe.

Der umstrittene Gewerbepark entstand auf einem Feuchtbiotop in Neuland, rund 30 Millionen Euro hat die Stadt bereits in die Herrichtung der Flächen investiert. Doch dann war plötzlich DHL als zentraler Kunde abgesprungen. Das Unternehmen wollte ursprünglich eines seiner größten Paketverteilerzentren hier errichten. Versprochen waren 1400 Arbeitsplätze. Als diese Zahl im Laufe der Planungen auf 400 zusammenschmolz, stieg die Stadt aus dem Vertrag aus.

Neuland: Ausschreibung dauert ein ganzes Jahr

Nach knapp einem Jahr nun endlich die Neuausschreibung der Flächen. Die Eckpfeiler sind geblieben. Neu ist die Vergabe der Flächen in Erbpacht und die Möglichkeit, nur Teile der 26 Hektar großen Fläche zu erwerben.

Da ein großes Biotop für das Gewerbe planiert werden musste, sind nun auch die Auflagen für die Pächter der Flächen groß. Pflicht sind Gründächer und Photovoltaik-Anlagen und ein Regenwasser- und Energiemanagement. „Energie- und Klimaeffizenz“ sind die Stichwörter für das Klima-Modellquartier.

Hamburg: Gewerbegebiet bekommt viele Bäume

Die Begrünung der Fassaden ist Pflicht und das Gelände muss längs der Autobahn mit einem 30 Meter breiten Grünzug bepflanzt werden. Dort sollen doppelreihig großwachsende, einheimische Bäume gepflanzt werden. Sie müssen bereits bei der Pflanzung einen Umfang von 18 bis 20 Zentimetern haben. Selbst der Abstand der Bäume zueinander ist festgelegt.

1500 Arbeitsplätze müssen geschaffen werden

Zur optimalen Auslastung gehört auch eine hohe Zahl an Arbeitsplätzen. Wirtschaftsbehörden-Sprecherin Susanne Meinecke: „Die Mindestanforderung in Bezug auf Arbeitsplätze sind 1500.“

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Wirtschaftssenator Michael Westhagemann: „Wir wollen dort zukunftsfähigen Industrie- und Logistikunternehmen wirtschaftlich ideale Bedingungen für ihre Ansiedlung und weitere Entwicklung bieten und das Arbeitsplatzangebot Hamburgs im gewerblichen Bereich vergrößern. Das ist mir vor dem Hintergrund des coronabedingten Wirtschaftseinbruchs besonders wichtig.“

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