Die Visualisierung zeigt den Blick auf den geplanten Büro-Campus von der Deelböge aus.
  • Die Visualisierung zeigt den Blick auf den geplanten Büro-Campus von der Deelböge aus.
  • Foto: Matrix

120-Mio.-Euro-Projekt in Hamburg: Sind das die Büros der Zukunft?

Alsterdorf –

Zwischen Alsterdorf und Eppendorf soll unter dem Motto „Neue Arbeitswelten“ ein neuer Bürocampus entstehen. Gebaut werden zwei miteinander verbundene Gebäudekomplexe, die eine Mietfläche von rund 24.000 Quadratmetern und damit eine Menge Platz für neue Büros bieten.

Die Hamburger Matrix Gruppe und die Bayerische Hausbau aus München haben das 12.600 Quadratmeter große Grundstück an der Straße Deelböge gemeinsam erworben, teilten die Projektbeteiligten am Dienstag mit. Ihr Versprechen: Einen inspirierenden und kommunikativen Ort entstehen lassen. Denn die räumliche Gestaltung und Attraktivität des Arbeitsumfeldes würden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.

Millionen-Projekt in Hamburg: Sind das die Büros der Zukunft?

Wie so ein Ort aussehen kann, lässt sich auf den Visualisierungen erkennen: Die Entwürfe des Hamburger Büros Tchoban Voss Architekten zeigen, dass zu einem attraktiven Arbeitsumfeld auch Orte der Erholung gehören. Eine Promenade soll Arbeiter in ihrer Mittagspause schnell ins Grüne oder zu einem Beachlub direkt am Alsterlauf bringen. Auch Gründächer und die Bepflanzung der halboffenen und geschlossenen Höfe tragen zu diesem Bild bei.

Der Büro-Campus an der Deelböge soll mit fließenden Übergängen an die grüne Umgebung andocken.

Der Büro-Campus an der Deelböge soll mit fließenden Übergängen an die grüne Umgebung andocken.

Foto:

Matrix

„Die Bau- und Immobilienbranche steht vor einer epochalen Wende, die durch Corona exponentiell beschleunigt wurde. Flexibles Arbeiten mit einem hohen Maß an Digitalisierung und innovativen Raumkonzepten – das ist die Zukunft“, sagt Matthias Reuner, Niederlassungsleiter der Bayerischen Hausbau, zum Bauprojekt. Dazu würden neben einer grünen Umgebung auch eine zentrale Lage und eine gute Verkehrsanbindung gehören.

Auch Martin Schaer, geschäftsführender Gesellschafter der Matrix Gruppe, findet, dass das Bauvorhaben an die Bedürfnisse zukunftsfähiger Arbeitswelten angeknüpft ist. „Menschen wollen sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Insbesondere nach Corona wird das immer wichtiger. Dann arbeiten sie gern, sind kreativ und produktiv. Allein auf die reine Effizienz der Fläche zu setzen, wird zukünftig nicht mehr reichen.“

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Der Baubeginn ist für das erste Halbjahr 2022 geplant. 2024 soll der Bürocampus bereits fertiggestellt werden. Auf MOPO-Nachfrage sagte ein Sprecher der Matrix-Gruppe, dass die Projektpartner über die Baukosten Stillschweigen vereinbart haben. Dem Vernehmen nach liegt die Summe allerdings über 120 Millionen Euro. (mhö)

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