Das mit roter Farbe besprühte Martin Luther Denkmal vor der St. Michaelis Kirche. 
  • Das mit roter Farbe besprühte Martin Luther Denkmal vor der St. Michaelis Kirche. 
  • Foto: Quandt

„Frauenhasser und Antisemit“: Aktivisten beschmieren Martin-Luther-Denkmal in Hamburg

Neustadt –

„Kein Feiertag für Luther den Antisemiten und Frauenhasser!“, heißt es in der Pressemitteilung der Pikantifa Hamburg. Nun prangt das Wort „Frauenfeind“ und „08.03 statt 31.10“ in roten Buchstaben auf dem Lutherdenkmal vor der St. Michaelis-Kirche. Die Aktivistengruppe will durch die Graffiti-Aktion auf die problematische Seite des Reformators aufmerksam machen. Sie fordert die Abschaffung des Reformationstages.

„Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden“ als auch „Eine Frau hat häuslich zu sein, das zeigt ihre Beschaffenheit an; Frauen haben nämlich einen breiten Podex und weite Hüften, dass sie sollen stille sitzen“, soll Luther gesagt haben. In Martin Luthers „Von den Juden und ihren Lügen” schreibt er unter anderem: „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind.“

Frauentag statt Reformationstag in Hamburg

Die Aussagen, die aus dem 16. Jahrhundert stammen — einer Zeit, in der Frauen keinerlei Rechte hatten und Juden als Sündenböcke für alles Schlechte herhalten mussten, stehen im starken Kontrast zu unseren heutigen Werten. 

Besprühtes Martin Luther Denkmal vor der Michaelis Kirche

Pikantifa sprühten ihre Forderungen auf das Martin Luther Denkmal. Sie fordern die Abschaffung des Reformationstages und die Einführung des Weltfrauentages als gesetzlichen Feiertag. 

Foto:

Quandt

Pikantifa fordert deshalb die Abschaffung des Reformationstages und die Einführung des Weltfrauentages als gesetzlichen Feiertag.

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Berlin ist bisher das einzige Bundesland, in welchem der 8. März bereits ein gesetzlicher Feiertag ist — eine Abschaffung des Reformationstages ist jedoch auch in der Hauptstadt nicht in Sicht.

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