HSV-Fans rennen vor der Nordtribüne aufs Spielfeld

6:1 gegen Ulm, Aufstieg: Die HSV-Fans kamen beim bisher letzten Heimspiel voll auf ihre Kosten. Foto: IMAGO/Lucca Fundel

Ablauf, Hymne, Stadionsprecher: So geht es mit der HSV-Stadionshow weiter

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Merlin Polzin musste schmunzeln, als er am Mittwoch auf Stadionsprecher Christian Stübinger angesprochen wurde. „Stübi muss man eher bremsen, als dass man ihn pushen muss“, erklärte der HSV-Trainer und lobte: „Er ist ein Sinnbild dafür, wie wir alle es mit dem HSV halten – und wie wichtig es ist, dass jeder Einzelne in seiner Rolle das Maximale investiert.“ Stübinger geht in seine sechste Saison als Stimme des Volksparks, an dieser Besetzung ändert sich nichts. Und auch darüber hinaus wird den Fans das Allermeiste bekannt vorkommen.

Nach MOPO-Informationen bleibt die Stadionshow im Vergleich zur Vorsaison nahezu identisch. Die Abläufe haben sich bewährt und sind bei den Anhängern beliebt, deshalb sahen die Verantwortlichen nach dem Bundesliga-Aufstieg keinen Anlass, größere Anpassungen vorzunehmen. Das heißt: Vor den Heimspielen laufen unter anderem die HSV-Hymnen von „Abschlach!“. Auf „Wir sind der HSV“ folgte kurz vor dem Anpfiff bisher immer „Mein Hamburg lieb‘ ich sehr“. Das wird auch am Freitagabend (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de), wenn der FC St. Pauli in den Volkspark kommt, wieder so sein.

HSV-Fans zufrieden – die Abläufe bei Heimspielen bleiben

Als Torhymne hat sich „Always Hamburg“ von „Scooter“ etabliert – passend zum gleichnamigen Titel der in der Vorwoche erschienenen OMR-Aufstiegsdoku. Stübinger führt vor dem Spiel und in den Halbzeitpausen für alle Stadionbesucher hörbare Gespräche mit HSV-Mitarbeitern, verletzten Spielern oder anderen verdienten Personen. Wenige Minuten vor dem Anpfiff verliest der „Radio Hamburg“-Moderator die Startaufstellung des HSV, lässt zudem einen jungen Fan auf dem Spielfeld die Frage stellen: „Wo ist in Hamburg der Norden?“ Die Antwort liefern die Anhänger auf der Nordtribüne – ein längst bekanntes und einstudiertes Prozedere.

Seit Sommer 2020 ist Christian Stübinger bei HSV-Heimspielen die Stimme des Volksparks. IMAGO/Lobeca
HSV-Stadionsprecher Christian Stübinger
Seit Sommer 2020 ist Christian Stübinger bei HSV-Heimspielen die Stimme des Volksparks.

Im Volkspark geht man aus Respekt vor der Fankultur sehr sensibel mit Themen wie der Stadionshow um. Zumal einzelne Anhänger unterschiedliche Lieblingssequenzen haben. Die Verantwortlichen um Finanzvorstand Eric Huwer sind zufrieden mit der Chronologie an Heimspieltagen, Tenor: Es gibt keinen Grund, etwas zu verändern. Stübinger, der im Sommer 2020 zunächst an der Seite von Christina Rann als HSV-Stadionsprecher begonnen hatte, muss sich bei seiner Vorbereitung auf den Matchday also nicht großartig umstellen.

Stübinger ist seit Sommer 2020 der HSV-Stadionsprecher

Polzin schätzt die Arbeit von „Stübi“, der seinen Vertrag mit dem HSV nach dem Aufstieg verlängert hatte. „Wir wollen alle gemeinsam in eine Richtung gehen – mit maximalem Respekt vor jedem Gegner, das ist bei ihm immer gegeben“, sagt der HSV-Trainer über Stübinger, von dem er fordert: „Ich erwarte nicht weniger Emotionen als beim Aufstiegsspiel gegen Ulm. Da hat er es geschafft, jeden Einzelnen heiß zu machen.“

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Und an diesem Tag, beim 6:1-Sieg des HSV am 10. Mai, sorgte Stübinger auch kurz vor dem Abpfiff für eine tolle Geste – weil er die HSV-Fans um den nötigen Respekt bat für den in die 3. Liga abgestiegenen SSV.

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