Giovanni Reyna jubelt über das Siegtor des BVB in Mainz
Giovanni Reyna jubelt über das Siegtor des BVB in Mainz
  • Giovanni Reyna war auch in Mainz wieder der umjubelte Matchwinner beim BVB.
  • Foto: imago/Jan Huebner

Nach Riesen-Zoff um seine Mutter: BVB-Star wird zum Last-Minute-Helden

Ausgerechnet Giovanni Reyna! Borussia Dortmund hat seine Auswärtsmisere im neuen Jahr abgelegt und bei seiner angestrebten Aufholjagd in der Bundesliga einen glücklichen Sieg eingefahren. Dank Joker Reyna kam der BVB am Mittwoch in der Nachspielzeit zu einem 2:1 (1:1) beim FSV Mainz 05 und verbuchte nach zuletzt fünf Niederlagen aus sechs Gastspielen wieder ein Erfolgserlebnis.

In der dritten Minute der Nachspielzeit war Reyna aus kurzer Entfernung zur Stelle und war damit – wie schon beim 4:3 gegen Augsburg am Sonntag – der Matchwinner. In der Anfangsphase hatte Südkoreas WM-Teilnehmer Jae-Sung Lee nach nicht einmal zwei Minuten für das schnellste Mainzer Saisontor gesorgt, doch dem Dortmunder Neuzugang Julian Ryerson gelang vor 31.500 Zuschauern bereits in der vierten Minute der Ausgleich, ehe der BVB in der Schlussphase sogar drei Punkte bejubeln durfte.

BVB-Star Reyna wurde von US-Coach Berhalter gerügt

Ausgerechnet Reyna, der bei der WM in Katar noch von US-Nationaltrainer Gregg Berhalter nur 53 Minuten eingesetzt worden war, wurde schon wieder zum Matchwinner. Berhalter hatte – ohne den 20-Jährigen beim Namen zu nennen – davon gesprochen, einen Spieler wegen fehlender Einsatzbereitschaft beinahe nach Hause geschickt zu haben. Reyna hatte sich anschließend für seine Einstellung entschuldigt. Seine Mutter aber hatte der Aufregung noch eine spezielle Pointe hinzugefügt, weil sie Vorwürfe häuslicher Gewalt gegen US-Coach Berhalter erhob. Ihr Sohn wird diese Schlagzeilen nun verblassen lassen. Mit zwei Siegtoren für den BVB binnen vier Tagen hat er den perfekten Rückrunden-Auftakt erwischt.


MOPO

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Bei Mainz hingegen ärgerte man sich über eine „maximal unglückliche“ und „unverdiente“ Niederlage, sagte Sportdirektor Martin Schmidt bei Sky. Gerade in der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft „Paroli geboten“ und sei „näher drangewesen“. Ganz anders die Gemütslage beim BVB, der mit 31 Zählern im Kampf um die Champions-League-Plätze wieder gut vertreten ist: Solche Last-Minute-Siege seien „die schönsten“, schwärmte Julian Brandt: „Wir merken momentan, dass wir uns die Siege bis zur 90. Minute und danach erarbeiten müssen. Es ist harte Arbeit, ich finde es herausragend, dass wir uns für den Aufwand belohnen.“

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Schmerzlich vermisst wurde auf Dortmunder Seite der englische Jungstar Jude Bellingham, der eine Gelbsperre absaß. „Wenn man ihn am vergangenen Wochenende gesehen hat, mit welcher Leidenschaft, mit welcher Fokussierung er auf dem Rasen steht, dann ist er für uns aktuell überhaupt nicht zu ersetzen“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl und erklärte, dass es „im Moment keine Anfragen“ für den bei zahlreichen Topklubs gehandelten Jungstar gebe. (rmy/dpa)

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