Elias Saad im Trikot des FC St. Pauli
  • Elias Saad wurde am Mittwoch 24 Jahre jung. Post vom Verband Tunesiens gab es keine.
  • Foto: WITTERS

St. Pauli wartet vergeblich: Tunesischer Verband lässt Saad weiter zappeln

Die Benachrichtigung birgt schon eine gewisse Brisanz für den FC St. Pauli: Wird Elias Saad nun für Tunesiens Nationalmannschaft und deren Aufgebot für den Anfang Januar beginnenden Afrika-Cup nominiert oder nicht? Bricht Coach Fabian Hürzeler nach Jackson Irvine und Connor Metcalfe (beide mit Australien beim Asia-Cup) ein dritter wichtiger Spieler zu Jahresbeginn 2024 weg? Eigentlich hatte man auf dem Kiez erwartet, am Mittwoch schlauer zu sein. Dem war aber nicht so.

Eine Sache stand fest, unumstößlich, unabänderbar. Am Mittwoch feierte Elias Saad Geburtstag. Seinen 24., der auch der erste gewesen ist, den der ehemalige Norderstedter als gestandener Profi begehen durfte. Der Zufall wollte es, dass für denselben Tag die Veröffentlichung des endgültigen Kaders von Tunesien für die Afrika-Cup-Endrunde in der Elfenbeinküste (ab 13. Januar) angekündigt war. Es gab sogar eine fixe Uhrzeit, nämlich 11.30 Uhr deutscher Zeit. Allein: Es geschah nichts.

FC St. Pauli: Elias Saad wartet auf Infos des Verbands

Bei St. Pauli harrte man gespannt der Dinge. Eigentlich ist es auch Usus, dass der Verein (und/oder der Spieler) bereits vor dem Veröffentlichungstermin informiert werden. Aber auch da stand man am Millerntor und im Hause Saad auf dem Schlauch, forschte schließlich selbständig in den Sozialen Medien nach seriösen Hinweisen, doch mehr als Behauptungen ohne Quellenangabe waren auch da nicht zu finden.

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Ein Blick auf die offizielle Website des tunesischen Verbands offenbarte, dass sich augenscheinlich schon länger niemand mehr um eben jene gekümmert hatte. Entsprechend war auch dort kein Weiterkommen möglich. Und so verging der Tag, ohne dass irgendjemand schlauer geworden wäre in der Causa Saad (Stand Mittwoch, 20.30 Uhr). Tunesien lässt St. Pauli zappeln, was grundsätzlich mal keine besonders schöne Gefühlslage ist.

Afrika-Cup: St. Pauli statt Nationalmannschaft?

Allerdings hat sich an der allgemeinen Wahrnehmung des Kiezklubs in Bezug auf den eigentlich unverzichtbaren Flügelflitzer nichts geändert: Weil Elias Saad seine letzte Einladung zur Nationalelf dankend ablehnte, hält man die Wahrscheinlichkeit einer Berufung für eher gering. Und sollte es doch so kommen, gibt es immer noch die durchaus denkbare Variante, dass Saad sich für einen Verbleib an der Elbe entscheidet, nachdem sein erster Trip im September neben großen Sprachbarrieren und keiner einzigen Einsatzminute auch sonst nicht viel Erquickendes auf Lager gehabt hatte.

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Aber: Um einen Haken hinter die Nummer machen zu können, wäre es für St. Pauli hilfreich zu wissen, wie die Entscheidung der Tunesier ausgefallen ist. Vielleicht gibt es ja am Donnerstag Neuigkeiten …

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