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Vor allem an der Nordsee fielen die Immobilienpreise stark ab. Hier die Insel Juist.
  • Vor allem an der Nordsee fielen die Immobilienpreise stark ab. Hier die Insel Juist.
  • Foto: picture-alliance/ dpa | Paul Mayall

Günstige Immobilien im Norden: Hier sind die Preise überraschend stark gefallen

Ein eigenes Ferienhaus, am besten mit Meerblick: Für viele Menschen ist das der ultimative Lebenstraum. Doch wo können Interessenten entlang der Nord- und Ostseeküste noch zuschlagen? Und wie viel muss man für ein Objekt in guter Lage auf den Tisch legen? Der aktuelle Markbericht eines Immobilienmaklers gibt Antwort.

Die gute Nachricht: Der allgemeine Preisrückgang in der Branche hat auch vor Ferienimmobilien nicht halt gemacht, wie aus dem aktuellen Marktbericht von „Engel & Völkers“ für das Jahr 2024 hervorgeht. Untersucht wurden 42 Ferienorte in Deutschland, darunter 24 Regionen an der Nord- und Ostsee. In der Hälfte der Regionen wurden Ein- und Zweifamilienhäuser in guter Lage günstiger, in vier Gebieten fielen die Preise sogar um mehr als 20 Prozent. Gemessen wurden die Veränderungen am jeweils niedrigsten Wert der Preisspanne, verglichen mit dem Vorjahr.

Ferienimmobilien: An diesen Orten sind die Preise gefallen

Hierbei fielen die Preise in der Nordseeregion besonders stark ab, wie auf den Inseln Juist, Norderney, Wangerooge und in der Region Wilhelmshaven. Das Beispiel Norderney macht die Entwicklung deutlich: Dort beginnt die Preisspanne für Objekte in guter Lage bei 1,8 Millionen Euro – klingt astronomisch, es kommt aber auf den Blickwinkel an: Im Vorjahr ging dort unter 2,5 Millionen nichts.

In der deutlich erschwinglicheren Region Wilhelmshaven können Häuser schon ab 250.000 Euro erstanden werden. Im Jahr zuvor wurden dort mindestens 400.000 Euro fällig. Auf Insel Juist hat sich der Preis der günstigsten Häuser sogar halbiert – von zwei Millionen Euro auf „nur“ noch eine Million. Bei einem solchen Preiseinbruch ist jedoch fraglich, ob das tatsächlich mit dem allgemeinen Rückgang zu tun hat, oder etwa mit den wenigen Häusern in dem unteren Segment.

Lebenstraum für viele: Das eigene Ferienhaus in den Dünen. (Symbolbild) imago/Panthermedia
Ein Haus in den Dünen.
Lebenstraum für viele: Das eigene Ferienhaus in den Dünen. (Symbolbild)

Auf Baltrum und Spiekeroog in Ostfriesland fielen die Preise um bis zu 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie auch in St. Peter-Ording, Büsum, Husum, Grömitz, auf Fehmarn, Rügen und auf Usedom.

Der Makler rechnet mit einer Zunahme der Nachfrage

Stabil oder sogar steigend waren die Preise in der Region Kieler Bucht und Schlei, sowie im Bereich der Lübecker Bucht. Auch auf Sylt ist von Preisrückgängen nichts zu spüren. Die Ferieninsel zählt preislich weiterhin zu den bundesweiten Spitzenregionen, vor allem vermietbare Ferienimmobilien sind dort begehrt: Sie machen mehr als 80 Prozent aller inserierten Ferienwohnungen im Kreis Nordfriesland aus. Im Bericht heißt es zu Sylt: „Besonders bei Objekten, die zur Ferienvermietung zugelassen sind, ist ein Nachfrageüberschuss vorhanden.“

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Doch Sylt steht bei Wohnungen nicht beispielhaft für den allgemeinen Trend: In 15 der 24 untersuchten Regionen fielen die Wohnungspreise, darunter auf den Nordfriesischen Inseln Föhr und Amrum, sowie Spiekeroog und Langeoog in Ostfriesland. Wie lange können Käufer noch auf sinkende Preise hoffen? Womöglich nicht mehr ewig: „Da es seit Jahresende 2023 keine weiteren Leitzinserhöhungen gab und für die zweite Jahreshälfte 2024 mit ersten Zinssenkungen gerechnet wird, ist für das aktuelle Jahr wieder mit einer Zunahme der Nachfrage zurechnen“, heißt es im Bericht. (doe)

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