• Eine Visualisierung des Stadteingangs Elbbrücken. Auf der linken Seite ist der Elbtower zu sehen.
  • Foto: GMP Architekten

Grüne Parks und Brücken: Das ist der Plan für den Stadteingang Elbbrücken

Hamburgs Stadteingang an den Elbbrücken soll in den kommenden Jahren Stück für Stück umgestaltet werden. Den Rahmenplan dafür hat der Senat am Dienstag festgezurrt. Grüne Parks und Brücken sollen die Stadtteile rund um die Norderelbe stärker miteinander vernetzen.

„Der bislang eher raue, unverbundene Stadtraum, der heute die Elbbrücken umgibt, hält noch viele ungenutzte Chancen bereit“, sagte Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeld (SPD). Von der Veddel über Rothenburgsort bis Hammerbrook: Über insgesamt 80 Hektar erstreckt sich das Gebiet des „Stadteingangs Elbbrücken“.

Das ist für den Stadteingang Elbbrücken geplant

Die drei Stadtteile sollen mithilfe des neuen Rahmenplans besser vernetzt werden – auch mit der HafenCity und dem geplanten Quartier Kleiner Grasbrook. In unmittelbarer Nähe entsteht ab 2022 Hamburgs höchstes Gebäude, der Elbtower mit 233 Metern. Die Mega-Arena Elbdome ist zumindest in diesem Planungsgebiet wieder vom Tisch.

Billhorner Brückenstraße
So könnte es hier einmal aussehen: Der Blick vom Billhorner Röhrendamm über die Billhorner Brückenstraße.

„Grünflächen werden geschaffen, erweitert und verbunden, der Bezug zu den einmaligen Wasserlagen wird betont und gestärkt“, so Stapelfeld weiter. „Auch hier ist Wohnungsbau möglich, über 800 Wohnungen können hier entstehen.“ Zur Finanzierung der Baumaßnahmen soll der Finanzhaushalt der Stadt nicht angefasst werden. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Billebogen-Entwicklungsgesellschaft, sagte, das Geld für die Nutzung der Infrastruktur solle aus der Entwicklungsmöglichkeit der Grundstücke generiert werden.

Hamburg: Neue Wohnungen am Autobahnkleeblatt

Künftig sollen unter anderem durch den Rückbau von Verkehrsflächen neue Grundstücksflächen geschaffen werden. Rund um die Billhorner Brückenstraße sieht der Rahmenplan auf den Flächen eines sogenannten Autobahnkleeblatts aus den 60er Jahren neue Quartiere vor.

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Hier sollen sich vor allem Gewerbe sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft ansiedeln, auf lärmabgewandten Arealen entstehen aber auch Wohnungen. Von der Norderelbe bis zur Bille in Hammerbrook soll sich in Zukunft eine Parklandschaft erstrecken. Geplant sind unter anderem öffentliche Wege an den Ufern mit Freizeitangeboten sowie der neue Billpark.

Veddel bis Hammerbrook: Brücken verbinden die Quartiere

Neben Grünflächen bilden auch zahlreiche Brücken neue Verbindungselemente zwischen den Stadtteilen. Eine Brücke von der neuen Bahnstation Elbbrücken in Richtung Entenwerder soll bereits 2023/2024 fertiggestellt werden. Weiterhin ist eine Brückenkonstruktion zwischen der Veddel und dem Grasbrook angedacht, und eine Brücke soll den Oberhafenkanal und Billehafen an die Uferpromenade am Brandshofer Deich anbinden.

Quartiersplatz am Brandshof
Treffpunkt und Flaniermeile: Eine Visualisierung des Quartiersplatz am Brandshof

Für den Veddeler Marktplatz im Norden sind bereits seit Herbst 2020 gleich zwei Varianten im Gespräch. In einer Variante sollen die alten Zollhallen vollständig umbaut werden, um eine lärmgeschützte Insel zu schaffen mit Gewerbe, Gastronomie, Einzelhandel und Wohnungen. Die zweite Variante sieht eine offene Einfassung der Hallen mit Gebäuden zu beiden Seiten vor; hier wären keine Wohnungen in die Nutzung eingebunden.

Stadteingang Elbbrücken: Bürger:innen dürfen mitreden

Die Erarbeitung des Rahmenplans hat insgesamt zwei Jahre gedauert. Die Bürger:innen konnten unter anderem in zwei Stadtwerkstätten ihre Ideen einbringen. Das Hamburger Architektenbüro gmp International GmbH verfasste den finalen Plan in Zusammenarbeit mit den Freiraumbüros WES Landschaftsarchitektur GmbH (Hamburg) und Büro Hager AG (Zürich). Der Rahmenplan ist das Leitbild für alle Einzelplanungen in dem Gebiet.

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Seine Umsetzung werde „in langen Schritten mit langem Atem“ erfolgen, so die Stadtentwicklungssenatorin. Bis zur Fertigstellung des Gebiets könne es noch etwa 15 Jahre dauern. In die Umsetzung sollen die Bürgerinnen und Bürger intensiv eingebunden werden. „Als nächstes geschieht dies mit einer digitalen Informationsveranstaltung am 22. November, in der wir die Einzelheiten des Rahmenplans vorstellen“, sagte Stapelfeldt. (abu)

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