Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.
  • Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (54, Grüne) hat aktuell einen schweren Stand.
  • Foto: dpa

Robert Habeck im Netz bepöbelt: „Vollidiot“ geht okay – „Vollpfosten“ kostet Strafe

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist von zwei Männern beleidigt worden. Der eine sagte: Habeck sei ein „Vollidiot“. Der zweite: Habeck sei ein „Vollpfosten“. Aber nur eine der beiden Beleidigungen wurde bestraft.

Die bayrische Justiz scheint strenger als die Hamburger zu sein, wenn es um Beleidigungen im Internet geht. Wie die „Bild“ berichtet, nannte ein Mann in Hamburg den Wirtschaftsminister auf der Plattform X (ehemals Twitter) einen „Vollidioten“. Der 59-Jährige wurde dafür nicht bestraft.

Das könnte Sie auch interessieren: „Sonst wäre der Mob an Bord gewesen“: Empörung über Aktion gegen Habeck

Anders in Wunsiedel. Dort in Oberfranken verhängt das Amtsgericht einen Strafbefehl gegen einen Beamten, der Robert Habeck auf Facebook als „Vollpfosten“ bezeichnet hat.

Beamter beleidigt Wirtschaftsminister Habeck

Der Beamte Horst P. muss für diese Beleidigung 2100 Euro zahlen. Er behauptete: Er hätte Habeck nur satirisch „Vollpfosten“ genannt, sagte er der „Bild“. Sein Vorbild sei die ZDF-Satiresendung „Heute-Show“ gewesen. Die krönt immer wieder unter Politikern den „Goldenen Vollpfosten“.

Das könnte Sie auch interessieren: „Vollidiot!“: Habeck scheitert in Hamburg mit Klage

Die bayrische Staatsanwaltschaft erklärte nicht, was der Unterschied zum Fall in Hamburg ist. Es bleibt also unklar, wieso „Vollpfosten“ bestraft wird und „Vollidiot“ nicht. (mp)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp