konzert Festival
  • Besucher:innen auf einem Konzert. (Symbolbild)
  • Foto: dpa

Eventbranche schlägt Alarm: Corona-Lage hat „verheerende Folgen”

Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft blickt mit „großer Verzweiflung“ auf die Folgen der aktuellen Corona-Entwicklung. Es sei vorhersehbar gewesen, was jetzt passiere. Ausbaden müsste das erneut die Eventbranche, die die Pandemie am härtesten getroffen habe.

Fachleute hätten die zu erwartende Steigerung der Corona-Inzidenzen bereits Mitte des Jahres vorausgesagt, kritisierte Verbandspräsident Prof. Jens Michow am Samstag. „Die Tatsache, dass diese Warnungen die bisherige Regierung nicht zu den gebotenen Maßnahmen veranlasst hat, hat nun leider auch für die Veranstaltungswirtschaft verheerende Folgen“, sagte Michow.

Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft
Jens Michow, Chef des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, kritisiert die Bundesregierung wegen ihrer Corona-Maßnahmen. (Archivbild)

Eventbranche leidet unter Corona-bedingten Absagen

Jetzt würden wieder zahlreiche Veranstaltungen mit der Folge abgesagt, dass den Veranstaltern erhebliche Verluste und zusätzliche Kosten entstehen. „Ohnehin haben schon viele Menschen aus Infektionsgründen Angst, Konzerte zu besuchen. Kaum jemand hat Lust, zwei- oder dreistündige Konzerte mit einer Maske zu erleben oder aufgrund von Abstandsregeln getrennt von seiner Familie zu sitzen.“


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Das alles wirke sich schon seit Monaten erheblich auf den Kartenverkauf aus. „Soweit nun auch noch für die 2G die Vorlage negativer Testergebnisse gefordert wird, macht die Mehrzahl der Besucher das nun gar nicht mehr mit.“

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Die Veranstaltungswirtschaft ist nach Michows Einschätzung der von der Pandemie am härtesten betroffene Wirtschaftszweig. „Wir befinden uns letztlich seit März vergangenen Jahres in einem durchgängigen Lockdown.“

Mangelnde Planungssicherheit und Perspektivlosigkeit seien verheerend nicht nur für die Unternehmer, sondern auch für deren Mitarbeiter und die vielen Veranstaltungsdienstleister. Das führe „zunehmend zu größerer Verzweiflung“. (dpa/mp)

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