Beim letzten Duell am Millerntor bremste Daniel Buballa (r.) Aues John-Patrick Strauß aus.
  • Beim letzten Duell am Millerntor bremste Daniel Buballa (r.) Aues John-Patrick Strauß aus.
  • Foto: imago images/Picture Point

Mit Wut gegen Aue: In dieser Woche hat es bei St. Pauli geknallt

Platz 17, nur sieben Punkte, seit acht Spielen ohne Sieg, die letzten drei Partien verloren – der FC St. Pauli ist gehörig unter Druck am Sonntag beim Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue. Es muss ein Dreier her, sonst sinkt die Hoffnung, sich in absehbarer Zeit aus der bedrohlichen Situation zu befreien.

Nach dem 1:2 in Braunschweig gab es eine Krisensitzung der Spieler ohne Trainer und Sportchef. Rico Benatelli glaubt, dass die Mannschaft gestärkt aus der Auseinandersetzung hervorging. In den Tagen danach gab es auch ein paar positive Signale. Coach Timo Schultz: „Es war eine Woche, in der es die eine oder andere klare Ansage mehr gab. Es war ordentlich Zunder drin. Man hat in den Trainingsspielen gemerkt, dass das Spiel in Braunschweig an den Jungs genagt hat und sie zeigen wollen, dass sie es besser können.“

St. Pauli-Trainer Schultz vorm Aue-Spiel: „Es hat viel mit dem Kopf zu tun“

Nun hofft er, dass sie diese Energie dann auch am Sonntag auf den Platz bringen können. Trotz aller Rückschläge und negativen Resultate will der 43-jährige Übungsleiter den eingeschlagenen Weg weitergehen, die Balance in der Defensive und der notwenigen Effektivität in der Offensive hinbekommen: „Die ist uns in den letzten Wochen komplett flöten gegangen. Das hat viel mit dem Kopf zu tun, wie sehr ich etwas wirklich will.“

St. Pauli mit Motto: aktiv aus dem Schlamassel befreien

Trotz guter Momente würden die Negativerlebnisse den Tatendrang bremsen. Aber Schultz verlangt von seinen Akteuren, dass sie sich aktiv aus dem Schlamassel befreien: „Gerade in den Momenten, wo Widerstände auftreten, müssen wir als Mannschaft noch viel enger zusammenrücken. Jeder Einzelne für sich, aber auch wir als Mannschaft müssen uns viel mehr wehren.“ Wenn man es schaffen würde, in den entscheidenden Momenten zusammen noch mehr Power zu entwickeln und noch mehr füreinander da zu sein, würde die fußballerische Qualität auch noch mehr zum Tragen kommen.

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Aue hat eine stabile und extrem Zweitliga-erfahrene Mannschaft. Schultz: „Wir gehen mit Mut und Wut ins Spiel, ohne dabei unseren Weg zu verlassen. Wir haben in den nächsten zehn Tagen die Chance, das Ding in eine andere Richtung zu drehen, und dafür müssen wir gegen Aue den Anfang machen.“

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