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Danke, Schweinske: Dreht mein Freund jetzt komplett durch?

Es gibt Beziehungsknackpunkte, die einen kalt erwischen. Heimlich weitergeschaute Serien. Die Frage, was hinter der Aussage: „Bin gleich fertig“, wirklich steckt. Erste Treffen mit den neuen Schwiegereltern. Und dann gibt es Zuschriften, naja, wie die von heute:

„Liebe Redaktion, bei meinem Freund und mir läuft es eigentlich gut. Nur eine Sache macht mir Angst … er liebt Ananas. Er mag sie nicht „ganz gern“ – er LIEBT sie. Auf der Pizza. Im Curry. Wo auch immer. Ich dachte, ich hätte mich damit abgefunden. Bis wir neulich über das Hawaii Schnitzel von Schweinske sprachen. Er sah mich nur an und sagte: „Na klar, für mich gehört da Ananas drauf, auf ein Schnitzel". Ananas. Auf einem Schnitzel? Seitdem frage ich mich: Kenne ich diesen Menschen überhaupt? Ist das eine harmlose Vorliebe – oder doch ein Warnsignal?“

- Lena (28) aus Ottensen

Liebe Lena, erstmal: tief durchatmen.

Die gute Nachricht zuerst: Eine Vorliebe für Ananas ist kein Trennungsgrund. Eher sogar spricht sie für Offenheit und beweist einen gewissen Mut für süß-herzhafte Kombinationen. Und wer weiß – vielleicht schmeckt das Hawaii Schnitzel ja sogar dir? Hast du es mal probiert?

Aber du hast vollkommen recht damit, dem kulinarischen Verhalten deines Partners Aufmerksamkeit zu schenken. Hier lässt sich viel ablesen. Kritisch wäre es z.B., wenn er erst „Ich habe keinen Hunger“ sagt und dann deine Pommes wegfuttert, dem Kellner Kochtipps gibt oder beim Bezahlen auffällig lange nach seinem Portemonnaie kramt. Ananas hingegen ist unserer Meinung nach jedoch keine klassische Red Flag.

Unser Tipp: Stell dich der Realität bei Schweinske.

Bevor du vorschnell gemeinsame Urlaube absagst oder heimlich den Beziehungsstatus änderst, geh lieber den harmonischen Weg: Lade ihn zu Schweinske ein – dort gibt es nämlich noch bis zum 6. September das Hawaii Schnitzel (knuspriges Schweineschnitzel mit Kochschinken, Ananas [sic], cremiger Sauce Hollandaise, Gouda und Preiselbeeren, dazu Pommes und Salat). Dann lehnst du dich zurück und beobachtest.

Du wirst sehen, wie dein Freund dieses zufriedene Gesicht macht, das Menschen sonst nur nach einer Gehaltserhöhung oder einer gewonnenen Partie Monopoly präsentieren. Vielleicht schließt er sogar kurz die Augen und flüstert: „Boah, krass.“ Das ist kein Grund zur Sorge – das ist Glück.

Und während du ihn anschaust, verstehst du plötzlich etwas Wichtiges: Es geht gar nicht um Ananas. Es geht darum, dass jeder Mensch dieses eine Gericht hat, bei dem sämtliche Vernunft kurz Feierabend macht. Die einen lieben Lakritz, andere Nudeln mit Ketchup. Er eben das Hawaii Schnitzel.

Wenn du mutig bist, probierst du selbst ein Stück. Wenn nicht, lächelst du ihn einfach an und signalisierst ihm: Ich verstehe dich – und ich liebe dich so wie du dieses Hawaii Schnitzel.

Bei Schweinske gilt: Schnitzel kann mehr!

Falls du danach immer noch überzeugt bist, Ananas auf einem Schnitzel sei kriminell, ist auch das völlig in Ordnung. Gegensätze ziehen sich schließlich an. Außerdem: Wer sagt eigentlich, dass ein Schnitzel immer klassisch sein muss? Bei Schweinske trifft es schließlich auch mal auf Teriyaki und Sesam, wird als Pizza Schnitzel Napoli überbacken oder bekommt ganz hanseatisch ein Spiegelei verpasst. Das Schnitzel ist dort eben ziemlich aufgeschlossen – warum also nicht auch du?

Also: Bis zum 6. September gibt's mit dem Hawaii Schnitzel bei Schweinske für 16,90 Euro eine ordentliche Portion Aloha auf den Teller.