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Northvolt
  • Ein Bagger ist bei Vorarbeiten auf der Baustelle für das geplante Northvolt-Gelände zu sehen.
  • Foto: dpa

Northvolt nimmt letzte Hürde – doch es war knapp für das Milliardenprojekt

Nun kann der Bau der Northvolt-Batteriefabrik bald beginnen. Die Gemeinden haben den Weg für das Milliardenprojekt in Dithmarschen frei gemacht.

Es kann losgehen an der Westküste: Die beiden Gemeinden in Schleswig-Holstein, auf deren Fläche das schwedische Unternehmen Northvolt eine Batteriefabrik bauen will, haben dem Milliardenprojekt zugestimmt. Nach Lohe-Rickelshof bereits in der vergangenen Woche hat am Montagabend auch Norderwöhrden die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Nun fehlt nur noch die Baugenehmigung des Landesamtes für Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Kreis Dithmarschen. „Das ist eine Formalie“, sagte Landrat Stefan Mohrdieck. „Das war heute ein historischer Tag.”

Northvolt will Batterien für E-Autos herstellen

Mit der knappen Mehrheit von vier zu drei Stimmen stimmte der Gemeinderat von Norderwöhrden dem Werk zu. Dort fürchten Kritiker des Projekts, der Ausbau der Infrastruktur könnte nicht hinterherkommen. Mit den Beschlüssen ist die letzte Hürde für den Bau aber ausgeräumt.

Kai Uwe Evers (vorne, 3.v.l), Bürgermeister Norderwöhrden, spricht zu Beginn einer Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Norderwöhrden in einem Festsaal im Gasthof Oldenwöhrden. dpa
Gemeindesitzung
Kai Uwe Evers (vorne, 3.v.l), Bürgermeister Norderwöhrden, spricht zu Beginn einer Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Norderwöhrden in einem Festsaal im Gasthof Oldenwöhrden.

Northvolt will in der Fabrik Batteriezellen für E-Autos herstellen. Die Produktion soll 2026 anlaufen. Durch die 4,5 Milliarden Euro schwere Investition sollen 3000 Arbeitsplätze entstehen. Das Unternehmen habe in das Bauvorhaben in Heide bereits rund 100 Millionen Euro an eigenen Mitteln investiert, heißt es aus dem Projektumfeld. Angedacht ist auch eine Anlage zum Recycling von Altbatterien ausrangierter E-Autos. „In Dithmarschen entstand einst der erste Windpark Deutschlands, nun entstehen hier bald die nachhaltigsten Batteriezellen”, sagte der Geschäftsführer von Northvolt in Deutschland, Christofer Haux.

Millionen Euro an Fördermitteln

Northvolt hatte in der vergangenen Woche mit der Unterzeichnung eines Durchführungsvertrags seine endgültige Entscheidung für den Standort getroffen. Dabei hatte es vor einiger Zeit noch so ausgesehen, als könne sich der Bau verzögern. Als Gründe hatte Northvolt-Chef Peter Carlsson die vergleichsweise hohen Strompreise in Deutschland und höhere Subventionen in den USA genannt.

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Am 8. Januar machte die EU-Kommission den Weg für Fördermittel und Garantien von Bund und Land von 902 Millionen Euro für Northvolt frei. Sie fördern das Projekt mit rund 700 Millionen Euro. Hinzu kommen Garantien über weitere 202 Millionen Euro. Von den Fördermitteln entfallen etwa 564 Millionen auf den Bund und bis zu 137 Millionen Euro auf das Land. Die Förderung verteilt sich auf mehrere Jahrestranchen. (dpa/mp)

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