Ein Polizeifahrzeug. (Symbolfoto)
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Corona zum Trotz: 40 Menschen treffen sich zum MMA-Kampf in Scheune

Westergellersen –

Die Lüneburger Polizei ist am Samstagmittag von mehreren Anwohnern in die nahe Gemeinde Westergellersen gerufen worden: Viele Autos würden vor einer Bushaltestelle parken, das sei irgendwie verdächtig, hieß es. Die Spur führte dann weiter in eine Scheune – und direkt zu einer MMA-Veranstaltung.

Die Abkürzung steht für Mixed Martial Arts und bedeutet vor allem eines: Schmerzen! Bei dem Vollkontakt-Sport, der mehrere Kampfstile vereint, ist so gut wie alles erlaubt; Schläge, Tritte, Würgegriffe – oft wird gekämpft bis zur Aufgabe.

Bei Lüneburg: Polizei sprengt und beendet MMA-Veranstaltung

In der Scheune in Westergellersen soll laut Polizei ein Ring aufgebaut gewesen sein und um ihn herum circa 40 Menschen gestanden haben, „zum Teil ohne Mundnasenbedeckung“.

Mit der Ankunft der Polizei soll außerdem ein Krankenwagen vor der Scheune gehalten haben. Der war offenbar vom Veranstalter gerufen worden, ein extra aus Berlin angereister Kämpfer war im Ring schwer verletzt worden und musste ins Lüneburger Krankenhaus.

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Der Veranstalter soll gegenüber den Polizisten angegeben haben, dass sein Event mit dem Landkreis Lüneburg abgestimmt gewesen sei.

„Da dies im Zeitraum eines verschärften coronabedingten Lockdowns mehr als unwahrscheinlich war, wurde die Veranstaltung beendet“, sagte ein Polizeisprecher. Es wurden Ordnungswidrigkeiten wegen Corona-Verstöße, insbesondere gegen den Veranstalter, eingeleitet. (dg)

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