Henrik Falk (l), Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn, und Anjes Tjarks (Bündnis90/ Die Grünen), Verkehrssenator von Hamburg haben schon im vergangenen Sommer einen Midibus präsentiert, der dann eine Woche getestet wurde. Ende 2022 sollen laut Plan die ersten Exemplare durch Hamburg rollen.
  • Henrik Falk (l), Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn, und Anjes Tjarks (Bündnis90/ Die Grünen), Verkehrssenator von Hamburg haben schon im vergangenen Sommer einen Midibus präsentiert, der dann eine Woche getestet wurde. Ende 2022 sollen laut Plan die ersten Exemplare durch Hamburg rollen.
  • Foto: picture alliance/dpa

Was sie können, wo sie fahren: Jetzt kommen die „Midibusse“ nach Hamburg

Im nächsten Jahr könnte der öffentliche Nahverkehr in Hamburg Nachwuchs bekommen – und zwar in Form von sogenannten „Midibussen“. Die Batterie-Kleinbusse sollen dann laut Plan der Hochbahn in den Quartieren außerhalb der City zum Einsatz kommen.

Wie „Nahverkehr Hamburg“ berichtet, hat die Hochbahn den Kauf der Midibusse angeschoben. Ab Ende 2022 sollen diese durch die äußeren Hamburger Quartiere rollen. Um diesen Plan ins Rollen zu bringen, hat die Hochbahn am vergangenen Freitag eine entsprechende Ausschreibung im EU-Amtsblatt veröffentlicht. 

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Daraus wurde deutlich, dass die Hochbahn einen Hersteller für die Midibusse sucht, die etwa eine Länge von 8,2 bis 9,2 Meter haben sollen. Dadurch sollen die Fahrzeuge größer als Minibusse (6 bis 7,5 Meter), aber kleiner als normale Linienbusse (zwölf Meter) werden. 

Midibusse in Hamburg: Reichweite von 150 Kilometern

Es soll sich dabei um ein fertig entwickeltes Serienfahrzeug handeln, das mit einem vollen Akku mindestens eine Strecke von 150 Kilometern zurücklegen kann – und dabei komplett emissionsfrei ist. Mit einer Ausnahme: Es darf eine zusätzliche Heizung eingebaut werden, die mit Heizöl betrieben wird. Der Grund: Elektrofahrzeuge geben nur eine geringe Abwärme ab, die zur Beheizung eines Innenraums genutzt werden kann und oft nicht ausreicht – anders als bei Verbrennungsmotoren. 

Hamburg: Busse sollen in engen Quartieren zum Einsatz kommen

Die neuen Midi-Flitzer sollen vor allem in Quartieren eingesetzt werden, die für normale Busse zu eng sind, oder wo nur wenige Fahrgäste erwartet werden. Als erste Einsatzgebiete hat die Hochbahn demnach Bereiche in Langenhorn, Eidelstedt und Lurup ins Auge gefasst. 

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Der „Midibus“-Vorstoß soll das politische Ziel des rot-grünen Senats voranbringen, ab 2030 allen Hamburgern binnen fünf Minuten einen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr zu ermöglichen. (maw)

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