Hund „Gino“ kommt aus einem Tierheim in Marbella, das ihn von der Straße rettete. Natias Neutert aus Hamburg holte ihn zu sich.
  • Hund „Gino“ kommt aus einem Tierheim in Marbella, das ihn von der Straße rettete. Natias Neutert aus Hamburg holte ihn zu sich.
  • Foto: Patrick Sun

Hund aus Hamburg: „Gino“ macht eine Entdeckung, die sein Herrchen erfreut

Harvestehude –

Jährlich werden Tausende Fahrräder in Hamburg gestohlen. Die Chance, sein Rad irgendwann wiederzusehen, ist dabei sehr gering. Das wusste auch Hundebesitzer Natias Neutert. Seinem Vierbeiner Gino kam da aber etwas in den Sinn: Er ging seiner Nase nach – bis er dann einen Volltreffer landete.

Künstler und Autor Natias Neutert schloss sein Fahrrad gegen 20 Uhr an einem Briefkasten in der Isestraße nahe seinem Zuhause in Harvestehude an, um mit Hund Gino einen längeren Spaziergang zu machen. Nach der einstündigen Gassirunde kehrten die zwei zurück zum Rad. Doch: „Das Fahrrad war verschwunden“, sagt Neutert.

Hamburg: Hund erschnüffelt Route zum gestohlenen Fahrrad

Sofort erstattete er Anzeige. Große Hoffnung solle er sich aber nicht machen, sagte eine Polizistin in der Lokstedter Wache. Als Gino und sein Herrchen dann den Heimweg antraten, beschloss der Schnauzermix, noch eine Ehrenrunde zu drehen: Auf Höhe Eppendorfer Baum zog er sein Herrchen plötzlich in Richtung Seelemannpark.

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Das gestohlene Fahrrad ist wieder an seinem gewohnten Platz in der Isestraße – dank des guten Riechers von Hund „Gino“. Sein Herrchen ist stolz auf die Spürnase.

Foto:

Patrick Sun

Gino folgte seinem Näschen in eine Grünanlage unterhalb der Heilwigstraße, wo der Isebekkanal in die Alster einmündet. Dann die unerwartete Entdeckung: Der Hund hatte das gestohlene Rad tatsächlich erschnüffelt, das von zerschlagenen Wodkaflaschen umgeben mit einem anderem Fahrrad verkeilt auf dem Rasen lag.

Spürnase stammt aus Zeiten als Straßenstreuner

Neutert lobte die Spürnase. Damit könnte Gino den Polizeihunden wohl Konkurrenz machen! Seinen besonderen Spürsinn kann sich sein Herrchen nur durch Duftspuren am Gepäckträger erklären: „Wahrscheinlich waren vom letzten Einkauf beim Schlachter noch ein paar Duftreste vom Fleisch hängen geblieben“, sagt er.

Seinen talentierten Hund nennt er liebevoll „Gino von der Straße“, denn er holte ihn aus einem Tierheim in Marbella, das ihn als Streuner von den Straßen rettete. Aus diesen Zeiten hat Gino sich wohl sein talentiertes Näschen erschnüffelt.

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Erst zehn Tage zuvor wurde Neutert sein letztes Fahrrad geklaut. Es ist schon das siebte in seinem Leben. Weil der Schriftsteller (Buch: „Lady Dada“) Bewegung liebt, hatte ihm eine Freundin das Fahrrad ausgeliehen.

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