Ärzte der Asklepioskliniken sind besorgt. Aus Angst vor einer Ansteckung verschieben viele Krebspatienten ihre Behandlungen. 
  • Ärzte der Asklepioskliniken sind besorgt. Aus Angst vor einer Ansteckung verschieben viele Krebspatienten ihre Behandlungen. 
  • Foto: imago images/Hanno Bode

Hamburger Ärzte warnen: „Dürfen wegen Corona Schwerkranke nicht vergessen“

Barmbek-Nord –

Ärzte des Tumorzentrums der Hamburger Asklepios-Kliniken haben vor einer Verzögerung von Krebsbehandlungen gewarnt. Sie beobachten, dass viele Patienten ihre Behandlungen aufgrund der Pandemie verschieben.

„Bei allen immer noch notwendigen Maßnahmen gegen die Corona-Infektion dürfen wir nicht die anderen schwer erkrankten Patienten aus dem Blick verlieren“, sagte der Medizinische Vorstand des Tumorzentrums, Prof. Dirk Arnold, laut einer Mitteilung vom Freitag. „Wer aus Angst vor einer Infektion oder um vermeintlich Ressourcen der Kliniken zu schonen eine dringend notwendige stationäre Behandlung vermeidet oder auch nur verzögert, bringt sich in große Gefahr.“

Wegen Corona: Krebspatienten verschieben Behandlungen

Viele Patienten hätten bereits in der ersten oder zweiten Corona-Welle ihre Therapien hinausgeschoben und ihre eigenen Heilungschancen deutlich verschlechtert.

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So sei die Zahl der Krebsdiagnosen während der Corona-Pandemie weltweit um 40 Prozent gesunken, wie mehrere Wissenschaftlergruppen festgestellt hätten. Der Asklepios-Konzern ist mit sieben Krankenhäusern der größte medizinische Versorger in Hamburg. (dpa)

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