Das Gebäude ist durch die Explosion teilweise eingestürzt. 
  • Das Gebäude ist durch die Explosion teilweise eingestürzt. 
  • Foto: Marius Roeer

Einsatz in Hamburg: Toter nach Explosion, U3 bleibt auch am Dienstag gesperrt

Barmbek –

Großeinsatz der Hamburger Feuerwehr: In der Hamburger Straße ist es am frühen Montagmorgen zu einer Explosion gekommen. Die Feuerwehr rettete einen Schwerverletzten, der aber später im Krankenhaus verstarb. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern wurde am frühen Abend eingestellt. 

Die Explosion ereignete sich gegen 4.30 Uhr morgens in einem Gebäude in einem Hinterhof, in dem verschiedene Gewerbe Büros nutzen. Ein Teil des Baus stürzte ein. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren am Montagmorgen vor Ort.

Rauch über dem explodierten Gebäude

Rauch über dem explodierten Gebäude

Foto:

dpa/Blaulicht-News.de/Hamburg

Als die Feuerwehrleute eintrafen, stand eine Person am Fenster – und wurde unter Lebensgefahr der Einsatzkräfte gerettet, wie der Lagedienst der Feuerwehr der MOPO bestätigte. Der Mann, dessen Identität nach MOPO-Informationen noch unbekannt ist, wurde mit schwersten Verletzungen in das Unfallkrankenhaus Boberg (UK Boberg) gebracht.

Trotz intensiver Bemühungen der Ärzte verstarb der Mann am Nachmittag. Nach MOPO-Informationen waren über 80 Prozent seiner Haut verbrannt. Feuerwehr und Polizei suchten bis zum frühen Abend mit Drohnen und Hunden nach möglichen weiteren Opfern – die Suche wurde eingestellt, da es keine Hinweise auf Personen gab, die sich noch im Gebäude befanden. 

Explosion in Hamburg: Linie der U3 gesperrt

Die Ursache für die Explosion ist noch unklar. In dem Haus gibt es keinen Gasanschluss. Bis dahin kann die Polizei die Explosionsursache nicht ermitteln – auch ein Sprengstoffexperte ist am Einsatzort. Nach bisherigem Kenntnisstand soll das Gebäude nun abgerissen werden, teilt die Polizei Hamburg mit. 

Einsatzkräfte am Ort der Explosion

Mehr als 100 Einsatzkräfte sind noch vor Ort.

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Marius Röer

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Die Hamburger Straße war voll gesperrt. Die Linie der U3 ist am Montag zwischen den Stationen Mundsburg und Barmbek seit Betriebsbeginn gesperrt gewesen. Da ungeklärt ist, ob Teile des Hauses auf die Gleise stürzen könnten, dauern die Arbeiten der Feuerwehr weiter an. Nach Angaben der Hochbahn bleibt der Streckenabschnitt der U3 daher auch am Dienstag noch bis Betriebsschluss gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet. Am Mittwoch soll der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden.

Auf folgenden U3-Streckenabschnitten fährt die U-Bahn weiterhin in beide Richtungen:

  • Barmbek bis Wandsbek Gartenstadt
  • Barmbek über Schlump bis Baumwall
  •  Hauptbahnhof Süd bis Mundsburg

(ncd/mhö)

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