Seit 1974 verbindet die Köhlbrandbrücke die Elbinsel Wilhelmsburg mit der A7 – sie gilt als Wahrzeichen Hamburgs.
  • Seit 1974 verbindet die Köhlbrandbrücke die Elbinsel Wilhelmsburg mit der A7 – sie gilt als Wahrzeichen Hamburgs.
  • Foto: picture alliance / Daniel Bockwoldt/dpa

Diskussion um neue Köhlbrandquerung : „Hamburg droht Verkehrsinfarkt!“

Es ist schon lange klar: Eines der Wahrzeichen Hamburgs muss weg. Höchstens bis 2030 wird die Köhlbrandbrücke noch stehen – dann wird sie abgerissen. Der Senat einigte sich bereits auf Alternativen, die CDU fordert jetzt einen sofortigen Beginn der Planung.

Die CDU Hamburg hat den rot-grünen Senat zu einem sofortigen Planungsbeginn für die Köhlbrandquerung aufgefordert. „Die Zeit drängt! Wenn die Planungen vom rot-grünen Senat weiter verschlafen werden, droht unserer Stadt am Ende dieses Jahrzehnts ein Verkehrsinfarkt, die Hamburger Hafenwirtschaft würde massiv leiden und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs würde geschwächt werden“, sagte CDU-Chef Christoph Ploß am Sonntag.

Planung für Köhlbrandquerung nötig: Verkehrsinfarkt droht

Um mit einem Neubau bis 2030 fertig zu sein, will die CDU das Plan- und Baurecht nach dänischem Vorbild über ein sogenanntes Maßnahmengesetz dem Parlament übertragen. „Weitere Zeitverzögerungen kann sich Hamburgs Wirtschaftsmotor nicht leisten, der rot-grüne Senat muss endlich handeln“, erklärte CDU-Fraktionschef Dennis Thering.

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Der Bund und die Hansestadt hatten sich Mitte Februar 2020 grundsätzlich über eine neue Köhlbrandquerung eines Seitenarms der Elbe verständigt. Demnach wird sich der Bund an den voraussichtlichen Kosten für einen Tunnel oder eine neue Brücke in Höhe von 2,5 bis 3,2 Milliarden Euro beteiligen. Die Köhlbrandbrücke von 1974 ist eine wichtige Schlagader des Hamburger Hafens, muss aber bis 2030 aus Alters- und Kapazitätsgründen ersetzt werden. (se/dpa)

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