Politische Anzeige

Hochglanzbilder statt ehrlicher Zahlen

Die Linke Olympia

Schöne Bilder, ganz große Pläne und eine „Chance für alle“: Der Senat verkauft den Hamburgern Olympische Spiele mit millionenschwerer Olympia-PR. Dabei zeigen die Erfahrungen aus anderen Austragungsorten: Am Ende zahlen die Menschen in der Stadt die Rechnung.

Hamburg kämpft schon heute mit steigenden Mieten, überlastetem Nahverkehr, fehlenden Kitaplätzen, maroden Sportstätten und einer Stadt, die vielerorts längst am Limit ist. Trotzdem will der Hamburger Senat Olympia um jeden Preis. Während an allen Ecken über knappe Kassen geklagt wird, sollen Milliarden in Prestigeprojekte olympischen Ausmaßes fließen. Und damit dabei nirgends Zweifel aufkommen, läuft bereits jetzt eine aggressive Werbekampagne überall in der Stadt: Hochglanz und große Emotionen, dazu Versprechungen statt einer ehrlichen Debatte. Allein diese Olympia-PR kostet die Steuerzahler*innen schon jetzt Millionen Euro – und soll vor allem davon ablenken, dass auf Hamburg enorme Kosten, jahrelange Baustellen, Verkehrschaos, immer weiter steigender Druck auf den Wohnungsmarkt und massive Klimabelastungen zukommen würden.

DIE LINKE - Nein zu Olympia

Der Senat spricht von 100 Millionen Euro „Gewinn“ – verschweigt dabei aber die tatsächlichen Gesamtkosten der Olympischen Spiele. Denn dieser angebliche Überschuss entsteht überhaupt nur, weil in einem der drei Olympia-Budgets bereits ein Bundeszuschuss von 200 Millionen Euro eingerechnet wird. Verbindliche Zusagen des Bundes gibt es dafür allerdings bis heute nicht. Stattdessen verweist die Bundesregierung nur müde auf die jeweilige Haushaltslage. Selbst die optimistischsten Berechnungen des Senats basieren also auf Geld, das bisher gar nicht zugesagt wurde. Hinzu kommt: Selbst die offiziell genannten 6 Milliarden Euro Kosten sind unvollständig. Mittlerweile räumt der Senat selbst ein, dass zentrale Ausgaben für Sicherheit, Polizei, Feuerwehr und Logistik im aktuellen Finanzkonzept noch gar nicht enthalten sind. Bei Olympia 2024 in Paris lagen allein diese Kosten bei über 3 Milliarden Euro. Unabhängige Wissenschaftler*innen halten die Hamburger Kalkulation deshalb für unrealistisch und rechnen mit mindestens 10 Milliarden Euro Gesamtkosten.

Laut der renommierten Oxford-Studie zu Olympischen Spielen hat seit 1960 kein einziger Austragungsort sein Budget eingehalten. Im Durchschnitt lagen die tatsächlichen Kosten am Ende 170 % über den ursprünglichen Planungen. Ursache dafür sind systematisch kleingerechnete Risiken und übertriebene Gewinnerwartungen. Während Einnahmen oft überschätzt werden, bleiben die Milliardenkosten für Infrastruktur, Sicherheit und Organisation am Ende bei der öffentlichen Hand und damit bei den Steuerzahler*innen hängen.

DIE LINKE - Nein zu Olympia

Wie sich diese Erkenntnisse in der Realität auswirken, zeigte zuletzt Paris 2024: Insgesamt kosteten die Spiele über 11 Milliarden Euro. Trotz schöngerechneter Teilbudgets blieb für die öffentliche Hand ein Verlust von mehr als 6 Milliarden Euro zurück. Der versprochene wirtschaftliche Aufschwung blieb dagegen mit 0,07 Prozent Wachstumseffekt nahezu aus.

Doch Olympia würde Hamburg nicht nur Milliarden kosten, sondern die Stadt und ihre Bürger auch im Alltag massiv belasten. Jahrelange Baustellen, zusätzliche Straßensperrungen, eine überfüllte Stadt und weiterer Druck auf Nahverkehr und Infrastruktur würden eine Stadt treffen, die vielerorts schon heute am Limit ist. Gleichzeitig zeigen Studien zu früheren Olympischen Spielen keinen nachhaltigen Nutzen für den Breitensport, während in Hamburg weiterhin Sporthallen, Schwimmbäder und Trainingsmöglichkeiten fehlen. Auch auf dem Wohnungsmarkt drohen steigende Mieten und mehr Verdrängung, obwohl der Senat längst geplante Wohnungen als olympischen Erfolg verkauft. Hinzu kommen enorme CO₂-Emissionen und leere Versprechen bei der Barrierefreiheit.

Wer auf diese Widersprüche hinweist, wird schnell als „schlecht gelaunt“ abgestempelt. Doch die Bürgerinnen und Bürger sind nicht naiv. Sie merken selbst, wenn Zahlen schöngerechnet, Risiken kleingeredet und Milliardenkosten hinter Hochglanzbildern versteckt werden sollen.

DIE LINKE - Nein zu Olympia

Schon vor elf Jahren haben die Hamburger*innen gezeigt, dass sie sich nicht von Hochglanzversprechen blenden lassen. Statt vier Wochen olympischer Inszenierung braucht Hamburg dauerhafte Investitionen in Bildung, Breitensport, Kultur, Inklusion, bezahlbares Wohnen, gute Arbeit und eine funktionierende öffentliche Infrastruktur. Für ein Hamburg, das seine Prioritäten selbst setzt. Darum sagen wir am 31. Mai erneut gemeinsam: Nein zu Olympia

Politische Werbung:

Sponsor ist Die Linke Hamburg: Die Anzeige steht in Verbindung mit dem Bürgerschaftsreferendum am 31.05.2026 zur geplanten Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ab 2036.

Vollständige Transparenzinformationen:

www.die-linke-hamburg.de/neinzuolympia/transparenz/