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25 Jahre Hamburger Gründerpreis

Gruppe von Ausgezeichneten und Mitwirkenden beim Hamburger Gründerpreis 2026 auf einer Bühne
Die Preisträger des Hamburger Gründerpreises 2026 mit ihren Laudatoren.

Hamburgs renommiertester Wirtschaftspreis geht in diesem Jahr an das Bahninfrastrukturunternehmen Willke, das BioTech-Startup Microharvest und den Rohkaffeehändler Michael R. Neumann

Einmal im Jahr wird in der traditionsreichen Fischauktionshalle der rote Teppich ausgerollt. Hamburgs renommiertester Wirtschaftspreis wird verliehen und das Who‘s Who aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kommt zusammen. Seit 25 Jahren verleihen die Hamburger Sparkasse, das Hamburger Abendblatt, die Handwerkkammer und Handelskammer die begehrte Auszeichnung in den Kategorien Existenzgründer, Aufsteiger und Lebenswerk. Die mittlerweile 122 Preisträgerinnen und Preisträger lesen sich wie eine „Hall of Fame“ des Hamburger Unternehmertums – unter Ihnen viele bekannte Namen wie Klaus-Michael Kühne, Hellmut Wempe, Ludwig Görtz, Michael Otto oder Albert Darboven.  

Haspa-Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang: „Ein gutes Gründungsklima entsteht nicht von selbst – es braucht Mut, Vorbilder und die Wertschätzung derer, die etwas wagen. Genau das leistet der Hamburger Gründerpreis seit 25 Jahren: Er macht unternehmerische Erfolge in Hamburg sichtbar und würdigt sie. Den Preisträgern des Jahres 2026 gratuliere ich ganz besonders herzlich.“

Pioniere bei alternativen Proteinen

Ein Mann und eine Frau präsentieren gemeinsam eine Trophäe beim Hamburger Gründerpreis 2026.
In der Kategorie Existenzgründer wurden Katelijne Bekers und Jonathan Roberz für das Hamburger BioTech-Scale-up MicroHarvest ausgezeichnet.

Mit dem Preis in der Kategorie Existenzgründer wird in diesem Jahr das Hamburger BioTech-Scale-up MicroHarvest ausgezeichnet. MicroHarvest wurde 2021 von Katelijne Bekers, Luisa Cruz und Jonathan Roberz gegründet und stellt Protein mittels Biomasse-Fermentation her. Dabei nutzt das Unternehmen Mikroorganismen und Nebenströme aus der Agrar- und Lebensmittelindustrie, um ein Proteinpulver zu erzeugen, das ohne Tierhaltung auskommt. Das Prinzip ähnelt der Herstellung von Joghurt oder Bier – nur deutlich schneller: Das Verfahren liefert in nur 24 Stunden vom Rohstoff zum fertigen Protein und benötigt dabei einen Bruchteil des Wassers und der Fläche herkömmlicher Proteinherstellung. In Leuna (Sachsen-Anhalt) entsteht die erste Produktionsanlage im industriellen Maßstab, die bis Ende 2028 eine Kapazität von rund 15.000 Tonnen Protein pro Jahr erreichen soll. Aktuell wird das Protein von MicroHarvest in Futtermitteln für Fische, Hunde und Katzen eingesetzt; die Zulassung für den Einsatz in Lebensmitteln, etwa in Proteinriegeln, durch die EU steht noch aus. Der Markt für alternative Proteine bietet ein enormes Potenzial: Prognosen (BCG/Blue Horizon) gehen bis 2035 von einem Gesamtvolumen von 97 Millionen Tonnen alternativer Proteinquellen aus, ein bedeutender Anteil davon aus Fermentation.

Gleisbau-Champion der Metropolregion

Zwei Männer präsentieren eine Trophäe beim Hamburger Gründerpreis 2026.
Die Aufsteiger des Abends: Moritz und Niklas Willke (r.) mit ihrem Hamburger Gründerpreis.

Der Preis in der Kategorie Aufsteiger geht an die Willke Unternehmensgruppe. Das Familienunternehmen aus Wittorf bei Lüneburg hat sich seit der Gründung im Jahr 1979 zu einem Komplettanbieter im Gleisbau entwickelt. Die beiden Gründer-Söhne Niklas und Moritz Willke führen das Unternehmen seit 2012 in zweiter Generation. Die Gruppe vereint heute mehrere spezialisierte Gesellschaften unter einem Dach und deckt damit ein breites Leistungsspektrum im Gleisbau und der Bahninfrastruktur ab. Dazu gehören die Planung und Vermessung von Gleisanlagen, Gleisbau und Instandhaltung, Oberleitungsbau, Oberbauschweißtechnik, Gleissicherung, Eisenbahnlogistikdienstleistungen sowie der Betrieb einer Werkstatt für Eisenbahntechnik. Mit einem Umsatz in Deutschland von aktuell rund 175 Mio. Euro beschäftigt Willke deutschlandweit über 600 Mitarbeitende und realisiert Projekte in ganz Europa.

Ein Leben für den Kaffee

Zwei Männer im Anzug präsentieren beim Hamburger Gründerpreis 2026 gemeinsam eine Auszeichnung.
Bürgermeister Peter Tschentscher mit dem Preisträger der Kategorie Lebenswerk: Michael R. Neumann (r.), Gründer der Neumann Kaffee Gruppe

Der Preis in der Kategorie Lebenswerk geht an Michael R. Neumann, Gründer der Neumann Kaffee Gruppe. Bereits 1934 hatte sein Vater Hanns R. Neumann eine kleine Kaffeehandelsfirma in Hamburg etabliert. Diese Firma entwickelte Michael R. Neumann ab den 1960er Jahren zu dem weltweit führenden Rohkaffeehändler und -dienstleister mit heute mehr als 3.300 Beschäftigten. Rund 50 Tochtergesellschaften in 28 Ländern begleiten den Rohkaffee entlang der gesamten Lieferkette – von der Kaffeefarm über Transport und Lagerung bis zur Lieferung an Kaffeeröstereien – und bieten dabei umfassende Dienstleistungen rund um den internationalen Handel an. 2004 zog sich Neumann ganz aus dem operativen Geschäft zurück. In den folgenden Jahren schied er auch aus der Gesellschafterstellung und Leitungsgremien einvernehmlich aus. 2005 gründete er die Hanns R. Neumann Stiftung, die sich seither erfolgreich für bessere Lebensbedingungen in Kaffeeanbaugebieten, Umwelt- und Naturschutz sowie Bildung und Integration von Jugendlichen einsetzt. 

Mehr Infos unter https://www.haspa-insider.de/hamburger-gruenderpreis/

Logo des Hamburger Gründerpreises mit rotem Pfeil und dem Hinweis „Seit 25 Jahren“
Seit 25 Jahren verleihen die Hamburger Sparkasse, das Hamburger Abendblatt, die Handwerkkammer und Handelskammer die begehrte Auszeichnung.




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