Zuschauer-Rekord wackelt: Die Towers vor dem Spiel des Jahres
Zum vierten Mal ziehen die Veolia Towers Hamburg am Sonntag in die Barclays Arena um. Zum dritten Mal geht es im Volkspark gegen den FC Bayern München. Doch was steckt hinter dem Umzug – und lohnt er sich? Die MOPO hat bei den Towers nachgehakt und mit Jan Fischer, dem kaufmännischen Geschäftsführer der Towers, gesprochen.
Die Bilanz ist beeindruckend. Von den bisherigen drei Spielen in der Barclays Arena gewannen die Towers zwei. Das Besondere daran: Mit dem FC Bayern (April 2025) und Alba Berlin (Dezember 2025) schlugen sie nicht nur große Gegner. Zwischen diesen Spielen gewannen die Türme kein einziges ihrer 24 (!) Spiele. Der Extra-Boost ist der Halle also kaum abzusprechen. Auch im ersten Spiel gegen die Münchner (März 2024) zeigten sich die Wilhelmsburger auf Augenhöhe – und verloren erst in der Verlängerung. „Emotional ist das immer ein großes Highlight. Das motiviert alle noch mal extra. Ich zähle schon die Tage“, sagt Fischer.
Umzug in die Barclays Arena ist für die Towers ein Erfolg
Lohnt sich ein solcher Umzug überhaupt für die Towers? Fischer meint: „Ja.“ Es gehe stets um den Vergleich zur Inselpark Arena, der eigentlichen Spielstätte der Towers. „Die sichere Bank“, wie Fischer beschreibt. „Im Inselpark können wir den fest installierten Boden nutzen. Die Infrastruktur ist für uns perfekt zugeschnitten und wir haben wenig Aufwand und überschaubare Mietkosten.“
In der Barclays Arena sorgen Miete, Personal und logistische Gegebenheiten für finanzielle Hürden. Der eingelagerte Boden, Korbanlagen und alles weitere müssen transportiert werden. Hinzu kommen die gesteigerten Kosten für das Marketing. Anders als bei den Inselpark-Spielen investiere man einen fünfstelligen Betrag in die Werbung, unter anderem für das Plakatieren von über 250 Flächen.
Fischer will bei der Halle nicht nur aufs Finanzielle achten
Dennoch ist Fischer davon überzeugt, „dass das langfristig für uns gut ist“. Es gehe um mehr als nur das Finanzielle. „Wir erreichen mehr, als ,nur‘ die Hardcore-Fans, können unsere Reichweite vergrößern und den Sport voranbringen“, erläutert er den Nutzen der Highlight-Spiele. Finanziell erreiche man die schwarze Null bei rund 6700 verkauften Tickets.
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Für das Riesen-Ereignis gegen die Bayern könnten fast 12.300 Tickets verkauft werden. Eine ausverkaufte Arena würde für einen neuen Zuschauerrekord sorgen. Der bisherige Höchstwert von 12.015 Zuschauenden wurde im zweiten Barclays-Spiel gegen den FC Bayern aufgestellt. Am Sonntag wollen die Towers vor allem aber wieder zeigen, dass sich die großen Arena-Spiele nicht nur neben dem Platz auszahlen, sondern auch auf dem Parkett.
Der Zeitplan bis zum Topspiel:
Frühjahr 2025: In Absprache mit Liga und Barclays Arena werden Termine geblockt.
Herbst 2025: Lkw, Stapler und externes Personal gebucht.
Januar 2026: Werbe-Plakate angebracht.
23. März: Spieltagsequipment wird nach und nach für den Transport vorbereitet.
27. März: 20 Tonnen Material (Boden, Korbanlagen, LED-Banden, Kampfgerichtstechnik, Merchandising, etc.) werden in drei Lkw, Kleintransporter und Pkw verladen und zur Barclays Arena transportiert.
28. März, 8 Uhr: 40 Personen beginnen mit dem Aufbau des Bodens. Parallel erfolgt der Aufbau von Videowürfel, LED-Banden, Werbeflächen, etc.
28. März, 16 Uhr: Towers-Training in der Arena
29. März, 8 Uhr: Aufstellen von Courtside-Stühlen, Vorbereitung der Presseplätze, etc.
29. März, 15 Uhr: Tip-off
29. März, 18 Uhr: Abbau bis Mitternacht
30. März: Rücktransport