Zehn Spiele, zehn Pleiten: Die bitteren Zahlen zur Towers-Krise
Die Veolia Towers Hamburg: 15 Spieler, drei Coaches, eine Krise. So lauten die harten Fakten nach zehn bestrittenen Partien in der laufenden Basketball-Saison. Nicht eine einzige davon konnten die Türme für sich entscheiden. Zehn Spiele, zehn Niederlagen – eine Negativserie in Zahlen.
An drei Wettbewerben nahmen die Hamburger seit September teil: Pokal, Bundesliga und Eurocup. Während sie im ersteren bereits nach einer Runde ausgeschieden waren, sind sie in den anderen beiden derzeit das jeweils schwächste Team unter allen Mitstreitern. Sowohl in der BBL als auch im europäischen Turnier stehen die Hanseaten als einzige Mannschaft ohne Sieg am Tabellenende.
Hamburg Towers haben größte Negativ-Differenz der Liga
Und das ist kein Wunder, wenn man die Zahlen betrachtet. In der Liga kassieren die Towers im Schnitt etwas mehr als 94 Punkte pro Spiel. Sie selbst erzielen dagegen durchschnittlich gerade einmal 77,5 Zähler. Dadurch haben sie mit minus 67 die höchste Negativ-Differenz aller 18 Vereine. Im Vergleich: Der Klub auf dem 17. Platz, Braunschweig, ist mit minus 41 ebenfalls nicht gerade erfolgreich und trotzdem noch um ganze 26 Scores besser.
Im Eurocup sieht es sogar noch kritischer aus. 496 Punkte haben die Hamburger nach fünf Spieltagen schon einstecken müssen – ein beinahe dreistelliger Schnitt pro Partie. Immerhin sind sie in diesem Wettkampf vorne selbst etwas erfolgreicher (82 Punkte pro Spiel). Trotzdem bleibt klar: Es mangelt sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.
Das Loch, aus dem die Türme sich befreien müssen, ist tief. Der letzte Erfolg liegt mittlerweile ein halbes Jahr zurück. Damals gewannen sie vor Rekordkulisse in der Barclays Arena mit 74:70 ausgerechnet gegen den FC Bayern München, der im Juni Deutscher Basketball-Meister wurde.
Letzter Sieg der Türme liegt schon ein halbes Jahr zurück
Bei allem Negativen ist aber auch Fakt: Es sind noch 30 Spieltage in der Bundesliga zu gehen. Womöglich ist es das Glück im Unglück, dass die internationalen Pleiten dem Team von Benka Barloschky in dieser schwierigen Phase entscheidende Spielpraxis bieten, um sich in der BBL verbessern zu können. „Vielleicht hilft uns das jetzt gerade, dass wir durch dieses Feuer gehen im Eurocup“, erklärte der Trainer nach der 76:96-Niederlage am Dienstagabend gegen Cluj. Sein Fokus steht außer Frage: „Die Bundesliga ist unser Kerngeschäft.“
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Dort erwartet die Mannschaft des 37-Jährigen am Samstag die Revanche mit den Bamberg Baskets, die Hamburg aus dem Pokal geworfen hatten. Das Ziel ist zweifellos der heiß ersehnte erste Sieg, doch Barloschky ist klar: „Am Samstag kommt der Ergebnisdruck und das ist auch etwas, womit wir umgehen müssen. Das macht die Sache nicht unbedingt leichter.“