Verträge, Europa, Arena: So planen die Towers die Zukunft

Benka Barloschky klatscht mit Kenneth Ogbe ab
Coach Benka Barloschky will mit den Towers um Kenneth Ogbe (r.) wieder international spielen.

Es ist vollbracht. 53 Spiele und einige Falten später ist die Saison der Veolia Towers Hamburg beendet. Das Ergebnis: Platz 14. Kein Abstieg, keine Play-ins. So weit, so gewöhnlich. Alles andere als gewöhnlich war der Weg dorthin. Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby und Coach Benka Barloschky ziehen Bilanz – und blicken nach vorne.

Die Dramaturgie der Saison ist bekannt: Zum Start gab es wettbewerbsübergreifend 19 Pleiten in Serie. Willoughby musste handeln – und tat das mit den Nachverpflichtungen von Ross Williams, Devon Daniels und Martin Breunig. Sie brachten neuen Schwung und verhalfen dem Team zum Klassenerhalt.

Willoughby über Towers-Profi Daniels: „Macht es schwer“

Zeitweise waren sogar die Play-ins in Reichweite. Schon vor dem finalen Spiel war Barloschky bewusst, dass es das letzte in dieser Konstellation sein würde. Mit Breunig und Osaro Rich haben zwei Leistungsträger verlängert, auch Kenneth Ogbe ist fest eingeplant. „Wir sind sehr froh, diesen deutschen Kern zu haben“, sagt Willoughby. Kniffliger wird es wohl bei Williams, Zacharie Perrin und Jan Niklas Wimberg. Besonders hart dürfte es werden, Topscorer Daniels (17,4 Punkte im Schnitt) zu halten. „Er hat international auf sich aufmerksam gemacht. Das macht es schwer“, weiß Willoughby.

Auch Daniels profitierte von der Teilnahme am EuroCup. Trotz 16 Pleiten aus 18 Spielen ist dieser Wettbewerb für Barloschky „ein Privileg“. Er will wieder international spielen. Willoughby sagt dagegen: „Wir haben kein Anrecht auf einen europäischen Wettbewerb, sind aber in gutem Austausch und grundsätzlich offen.“ Noch sei die Entscheidung offen, zumal „die Belastung auch zur Krise beigetragen hat“. Zugleich steigere der EuroCup das Budget und die Attraktivität im Werben um neue Spieler.

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Willoughby arbeitet daran, Hamburg als Basketball-Standort zu etablieren. Hoffnung macht der geplante Elbdome, der zur neuen Towers-Spielstätte werden könnte. „Bald soll die Ausschreibung rausgehen“, sagt er. „Der Prozess geht voran. Ich bin froh, wie wir wahrgenommen werden.“ In der neuen Saison bleibt der Inselpark die Towers-Heimat. „Wahrscheinlich“, verrät Willoughby, werden sie dann jedoch dreimal in die Barclays Arena umziehen.