Frust bei den Towers nach der Overtime-Pleite

Frust bei den Towers nach der Overtime-Pleite in vechta Foto: IMAGO/Christian Becker

Verlängerungs-Drama in Vechta! Hamburg Towers werfen ersten Sieg weg

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Der ersehnte erste Sieg seit dem 20. April, er lässt für die Veolia Towers Hamburg weiter auf sich warten. Beim 95:97 (81:81, 34:31) nach Verlängerung in Vechta waren die Türme ganz nah dran, ihre Minusserie zu beenden. Eine ganz schwache Dreierquote und individuelle Fehler in der Crunchtime sorgten dann aber doch für die saisonübergreifend 23. Niederlage in Folge der Wilhelmsburger, die damit weiter Bundesliga-Schlusslicht bleiben.

Als Martin Breunig mit seinem Korb 1,4 Sekunden vor Schluss die Verlängerung erzwang, sprach einiges für die Hamburger, die Vechta einen sicher geglaubten Sieg noch entrissen hatten. Auch ein Neun-Punkte-Rückstand in der zweiten Hälfte ließ die Towers nicht verzweifeln – obwohl sie noch am Freitagabend im Eurocup im katalanischen Manresa unterwegs waren.

Fünf Punkte Vorsprung in der Verlängerung

Tatsächlich bestimmten die Gäste die ersten der fünf Minuten Overtime, lagen bei eigenem Ballbesitz mit 88:83 in Führung. Doch dann ließen die Türme zunächst die 24 Sekunden Angriffszeit auslaufen und danach unterlief Ross Williams ein Schrittfehler. Zwei Ballverluste, die Vechta die Möglichkeit zum Ausgleich gaben. Bis zum 92:92 hielten die Hamburger noch mit, doch ein vergebener Dreier von LJ Thorpe gab den Gastgebern Oberwasser.

Ross Williams steigt zum Korb - aus der Nahdistanz war der Towers-Debütant oft erfolgreich. IMAGO/Eibner
Ross Williams steigt zum Korb - aus der Nahdistanz war der Towers-Debütant oft erfolgreich.
Ross Williams steigt zum Korb – aus der Nahdistanz war der Towers-Debütant oft erfolgreich.

Hinten hui, vorne pfui – so ließ sich der Auftritt der Türme bei den Niedersachsen insgesamt zusammenfassen. Mit einer aggressiven und aufmerksamen Defensive zwangen die Hamburger Vechta immer wieder zu Abschlüssen aus ungünstiger Position. Der jüngste Neuzugang Ross Williams, erst am Freitag zum Team gestoßen, bewies einigen Zug zum Korb und sorgte für frischen Wind. Verdienter Lohn war eine 34:31-Halbzeitführung, die aber viel höher hätte ausfallen können, wenn die Towers auch nur halbwegs aus der Distanz getroffen hätten.

Kein Glück aus der Ferne: 20 Fehlversuche in Folge

Doch ein Dreierversuch nach dem anderen scheiterte, unglaubliche 20 Mal in Folge scheiterten die Türme mit Fernwürfen, ehe Jared Grey gegen Ende des dritten Viertels im 21. Versuch Erfolg hatte. Am Ende der 45 Minuten hatten die Gäste es 36 Mal versucht und ganze fünfmal getroffen, davon dreimal Grey. Dem agilen Williams hingegen fehlte das Zielwasser fast gänzlich: nur einer von zwölf Distanzwürfen fand sein Ziel. Zum Vergleich: Vechtas Topscorer Tevin Brown sammelte insgesamt 46 Punkte, darunter waren sieben verwandelte Distanzwürfe.


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Das war der entscheidende Unterschied zwischen beiden Mannschaften – und der Grund für eine vollkommen unnötige Niederlage der Towers, die schon im letzten Bundesliga-Heimspiel gegen Ludwigsburg am ersehnten ersten Saisonsieg geschnuppert hatten. „In den letzten beiden Bundesliga-Spielen waren wir genau da, wo wir sein wollen“, erklärte Kapitän Benedikt Turudic: „Aber wir schaffen es nicht, den Sieg nach Hause zu fahren.“

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Mit 22 Punkten war Williams bei seinem 29-Minuten-Debüt gleich der eifrigste Punktesammler der Towers, gefolgt von Thorpe (16). Breunig, Osaro Rich (12) und Grey (11) punkteten ebenfalls zweistellig. Für die Wilhelmsburger geht es am Dienstag im Eurocup bei Hapoel Jerusalem weiter, am Sonntag empfangen die Türme dann Alba Berlin zum Bundesliga-Duell in der Barclays-Arena.

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