Spieler, Physio, Assistent: Der neue Weg des Weltmeister-Bruders bei den Towers

Jacob Hollatz im Anzug bei den Hamburg Towers
Trägt seit dieser Saison Anzüge bei den Spielen: Towers-Assistenz-Coach Jacob Hollatz

Vom Trikot über das Polo-Teamshirt zum Anzug an der Seitenlinie – nicht nur die Basketball-Outfits von Jacob Hollatz haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Nachdem er seine aktive Spielerkarriere mangels Perspektive beendet hatte, schlug er einen neuen Weg ein. In den vergangenen zwei Jahren noch als Athletiktrainer aktiv, ist Hollatz seit diesem Sommer Assistenz-Coach bei den Veolia Towers Hamburg. Welche Aufgaben seine neue Rolle mit sich bringt und was sein Weltmeister-Bruder Justus über ihn und die Türme denkt, hat er der MOPO verraten.

Mit dem Abgang von Stefan Grassegger als Assistent von Benka Barloschky ergab sich für Hollatz eine neue Möglichkeit, mit der er ursprünglich nicht geplant hatte. „Als ich meine Spielerkarriere beendet hatte, sagte ich mir, dass ich nie Basketballtrainer werden würde“, erzählt der 32-fache Bundesliga-Spieler. Doch dann kam Marvin Willoughby vor Ende der letzten Saison auf ihn zu, „und da habe ich gemerkt, dass ich Lust darauf habe“.

Jacob Hollatz unterstützt Towers-Coach Barloschky

Die Hauptaufgabe in seiner neuen Position beschreibt der 26-Jährige pragmatisch: „Es geht darum, dem Headcoach das Leben leichter zu machen.“ Dabei kümmert er sich intensiv um die Spielvorbereitung im Eurocup und betreut vor allem die Guards.

Neben der Arbeit auf dem Court jongliert Hollatz aber noch mit einer anderen wichtigen Rolle: dem Studium. Auf den Teamreisen nutzt er jede freie Minute, um dieses voranzutreiben – eine Herausforderung, in der er aber auch einen persönlichen Mehrwert sieht. „Es ist viel, aber ich studiere das, was mir Spaß macht, und ich sehe den Nutzen darin“, sagt Hollatz über seinen Master in Trainingswissenschaft und Sporternährung.

Jacob und Justus Hollatz bei Instagram
Schreiben sich täglich: Jacob und sein Weltmeister-Bruder Justus Hollatz (r.)

Und trotz der Doppelbelastung findet er täglich Zeit für seine Familie, vor allem für den Austausch mit seinem Bruder Justus Hollatz (23). „Wir sind jeden Tag in Kontakt. Wir schreiben uns nach den Spielen – seinen und unseren.“ Der Ex-Hamburger wurde 2023 mit Deutschland Weltmeister, spielt mittlerweile bei Anadolu Efes SK in der Türkei. „Er guckt jedes Spiel der Towers, wenn er nicht selbst spielt.“

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Die neue Rolle seines Bruders habe Justus überrascht, aber auch gefreut. „Er macht sich manchmal darüber lustig, dass ich jetzt Trainer bin und so viel Verantwortung habe“, erzählt Jacob Hollatz. Eine neue Aufgabe, die er mit vollem Einsatz annimmt.