Devon Daniels wird von Niklas Wimberg bejubelt

Die Towers gewannen gegen Chemnitz das fünfte Mal in Folge - mal wieder mithilfe eines überragenden Devon Daniels (r.). Foto: WITTERS

Mit Daniels-Dominanz zum Sieg: Towers setzen Lauf fort

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Auf einmal kann die Veolia Towers Hamburg nichts mehr aufhalten. Nach der Serie von 24 Niederlagen aus dem vergangenen Jahr schraubten die Türme am Samstagabend weiter an ihrem Positivlauf. Vor 2921 Zuschauern in der Inselpark Arena siegten sie gegen die Niners Chemnitz deutlich mit 86:69 (40:37). Maßgeblich daran beteiligt war wieder einmal ein bärenstarker Devon Daniels.

Die Towers blickten trotz ihrer jüngsten Siegesserie kritisch auf die erste Saisonhälfte zurück. „Die harten Zeiten sind noch nicht vorbei“, sagte Geschäftsführer Marvin Willoughby am Freitag. Man dürfe sich nicht auf den Erfolgen ausruhen. Das bestätigt auch ein Blick auf die Tabelle. Durch das direkte Aufeinandertreffen der beiden Tabellenletzten MLP Academics Heidelberg und den Basketball Löwen Braunschweig am Sonntag brauchten die punktgleichen Türme einen Sieg, um sich vor einem Abstiegsrang zu schützen.

Towers geraten in Rückstand – und schlagen zurück

Zuletzt hatten die Niners vier Spiele in Serie verloren. Die Türme hingegen waren wettbewerbsübergreifend vier Spiele hintereinander erfolgreich. Die Geschichte der beiden Vereine geht noch auf die gemeinsame Zeit in der ProA-Liga zurück, in der eine gewisse Rivalität entstand. Einer der wenigen, der die Bedeutung des Spiels aus persönlicher Erfahrung einschätzen kann, ist Osaro Rich. „Ich kenne die Geschichte, war ja auch bei vielen Duellen dabei“, sagte er vor dem Duell. Towers-Trainer Benka Barloschky warnte vor dem „schnellen Spiel“ der Chemnitzer.

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Und so starteten die Gäste auch. Schnell. Früh gingen sie mit 8:2 in Führung, erhöhten wenig später auf 13:4. Zu schlecht war die Wurfquote der Türme zu Beginn. Das erste Highlight für die Gastgeber dann nach knapp neun Minuten. Zsombor Maronka kehrte nach vierwöchiger Verletzungspause zurück auf den Platz. Gegen die Sachsen konnte Barloschky erstmals in dieser Saison auf sein gesamten Team zurückgreifen. Und Maronka machte genau da weiter, wo er vor seiner Verletzung aufgehört hatte. Ohne Eingewöhnungsphase verwandelte er seine ersten beiden Dreierversuche – und brachte die Towers im zweiten Viertel mit 20:18 in Führung.

Nachdem das erste Viertel mit einem 14:18 vergleichsweise punktearm endete, waren es vor allem die Towers, die in den zweiten zehn Minuten ins Treffen kamen. Die zwischenzeitliche 34:24-Führung für Chemnitz beeindruckte die Türme nicht. Sie blieben hungrig auf dem Platz und drehten das Spiel erneut zu einem 40:37 – so ging es auch in die Halbzeit.

Überragender Devon Daniels beschert fünften Sieg in Serie

Nach der Pause machte sich der Lauf der vergangenen Wochen auf dem Platz bemerkbar. Unbeschwert spielten die Towers und zogen weiter davon. Erneut war es ein überragender Devon Daniels, der nach 30 Minuten mit 18 Punkten maßgeblich daran beteiligt war, dass die Türme mit einer 66:50-Führung in die letzten zehn Minuten starteten.

Osaro Rich (l.), Zacharie Perrin und Benedikt Turudic (r.) feiern ihre Mannschaft. WITTERS
Zacharie Perrin (l.) und Benedikt Turudic feiern ihre Mannschaft
Osaro Rich (l.), Zacharie Perrin und Benedikt Turudic (r.) feiern ihre Mannschaft.

Diese Führung ließen sich die Türme im letzten Viertel nicht mehr nehmen. Devon Daniels glänzte in der Defensive wie auch in der Offensive, erhöhte auf 25 Punkte, blieb Topscorer und sicherte den Towers den fünften Sieg in Folge. Mit Hilfe von Benedikt Turudic stimmte LJ Thorpe anschließend „Humba Humba Tätärä“ an. Die Stimmung bei den Towers ist so gut wie lange nicht.

Barloschky: „Selbstvertrauen ist der größte Faktor“

Als Kabinen-DJ gehört es zu LJ Thorpes erweitertem Aufgabenbereich, die Stimmung bei den Türmen oben zu halten. Ihr aktuelles Lieblingslied für die Umkleide? „Man I Need“, verriet Thorpe nach dem Spiel. „Wir müssen alle der Mann sein, den wir gegenseitig brauchen“, sagte er in Bezug auf den Songtitel und das Teamgefüge. Den Namen der Interpretin, Olivia Dean, hatte er zwar nicht im Kopf, aber ihr Song scheint Glück zu bringen. „Looks like we’re making up for lost time“ heißt es zu Beginn des Liedes. Besser könnte es zur aktuellen Situation der Towers kaum passen. Denn verlorene Zeit aufholen, ist genau das, was das Team derzeit versucht zu machen – und das mit Erfolg.

Zu viel Spaß soll das Team aber auch nicht haben. „Wir Veteranen, Nik (Wimberg), Bene (Turudic) und ich, sorgen schon dafür. Wir gehen dann mal ein bisschen auf die Spieler los, wenn sie mal ein bisschen zu viel Spaß haben. Das ist auch unsere Aufgabe“, sagte der 33-jährige Martin Breunig mit einem Schmunzeln. Trainer Barloschky sieht nach wie vor das „Selbstvertrauen“ als „den größten Faktor“ für den Aufwärtstrend der Towers. „Ich vertraue auf die zwischenmenschliche Beziehung, die ich zu den Spielern aufbaue“, sagte er.

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Weiter geht es für die Towers nun erst einmal wieder im EuroCup. Im vorletzten internationalen Spiel geht es am Donnerstag gegen Cedevita Olimpija aus Slowenien, bevor in der Bundesliga am Sonntag das direkte Abstiegsduell mit Braunschweig ansteht.

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