„Haben das Wort Gottes verbreitet“: Towers-Hoffnung Stove hat klaren Auftrag
Von Louisiana über Albanien, Israel, Finnland, Sachsen-Anhalt und Griechenland nach Hamburg: Johnathan Stove ist mit seinen 28 Jahren schon weit rumgekommen. Jetzt soll der Shooting Guard helfen, die Towers in der Tabelle weiter nach oben zu werfen. Der MOPO verriet er, was ihm wichtig ist – und weshalb es ihn einmal sogar bis nach Neuseeland verschlagen hat.
„Ein besonderes Ziel habe ich mir nicht gesetzt“, sagt Stove: „Ich will jedes Jahr das Maximale für mein Team und mich erreichen.“ 2023 schaffte er das mit dem israelischen Verein Hapoel Galil Elyon, mit dem er die Balkan International League gewann – zusammen mit US-Landsmann Bryce Washington, den er schon seit College-Tagen kennt. Und mit dem er als junger Mann 2015 nach Neuseeland ging. Einerseits, um seinen Sport zu betreiben. Andererseits mit spirituellem Auftrag.
Towers-Profi Johnathan Stove: „Familie bedeutet mir alles“
„Wir haben dort Basketball gespielt, aber auch das Wort Gottes verbreitet“, berichtet Stove, der in der Christian Life Academy zur Schule ging und für die University of Louisiana in College-Ligen antrat. „Ich komme aus einer Basketball-Familie“, erzählt der zweimalige Gewinner des „Beryl Shipley Leadership Award“ von seinen Eltern Sanora und Benjamin. Bei den Towers trägt er die Nummer 22 – zu Ehren seines Onkels, der an einem 22. Dezember gestorben ist. „Familie bedeutet alles für mich“, betont er.
Zur Welt kam er in Louisianas Hauptstadt Baton Rouge, von der aus Kris Kristofferson in seinem Welthit „Bobby McGee“ nach New Orleans trampte. Die Bundesliga ist für den neuen Turm kein Neuland. Vorige Saison war Stove der Topscorer des Mitteldeutschen BC und sammelte im Heimspiel gegen den späteren Europapokalsieger Chemnitz 41 Punkte. „Wir glauben, in Johnathan genau den Spieler gefunden zu haben, den wir brauchen“, freut sich Towers-Trainer Benka Barloschky über das Deutschland-Comeback: „Seine Physis an beiden Enden des Spielfeldes wird uns guttun.“
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„Ich bringe 230 Pfund auf die Waage, da muss das Körperliche ja eine Rolle spielen“, nimmt der 105-Kilo-Mann seine Rolle an: „Ich möchte jemand sein, auf den man sich beim Wurf verlassen kann, aber auch richtig gut verteidigen.“
Sein Debüt gab Stove am Donnerstag im Eurocup-Spiel bei Olympija Ljubljana, das für die Towers mit einer deftigen 68:95-Klatsche endete. Stove gelangen dabei immerhin seine ersten zwölf Punkte, auch wenn keine seiner vier Dreier-Versuche sein Ziel fand. In der Bundesliga kann der 1,93 Meter-Mann seine Fähigkeiten erstmals am Samstag zeigen, wenn die Türme die Skyliners zum Kellerduell empfangen.