EuroCup-Sensation im Inselpark! Towers verhindern Negativrekord
Sensation im Inselpark! Die Veolia Towers Hamburg sorgten am Mittwochabend im Spiel gegen Umana Reyer Venice für eine faustdicke Überraschung – und feierten vor 909 Zuschauern ihren ersten Sieg dieser EuroCup-Saison. Mit dem 93:87 und einem starken Auftritt sorgten die Towers damit nicht nur für ihren ersten internationalen Erfolg – sie entgingen auch einem drohenden Negativrekord und schafften etwas, was ihnen seit über sieben Monaten nicht gelang.
Im EuroCup sind die Towers bereits sicher ausgeschieden, sportlich ging es für sie also um nichts mehr. Wobei „nichts“ hier unzutreffend wäre. Immerhin waren die Türme in der laufenden EuroCup-Saison auf Rekord-Kurs – jedoch im negativen Sinne. Aus den bisherigen 14 Spielen gewannen die Türme kein einziges.
Ohne Sieg war bislang in dem seit 2020 praktizierten Modus noch kein Klub ausgeschieden. Den Towers blieben vor dem Spiel gegen Venedig nur noch vier Möglichkeiten, zumindest einen Saisonsieg einzufahren – wie es die bislang schlechtesten Teams aus Ljubljana, Sopot, Trento und Wroclaw geschafft hatten. Auf dem Papier sah es für das Spiel gegen Venedig also nicht gut aus, zumal die Türme im Hinspiel mit 55:90 unterlagen. Für die Towers gab sich nach dem Sieg über ratiopharm ulm am Wochenende zudem die Chance, das erste Mal seit April 2025, dass man zwei Spiele in Folge zu gewinnen.
Die erste Halbzeit wird zur Daniels-Show
„Wir begegnen Venedig schon mit Respekt, aber auch ohne Angst“, kündigte Towers-Coach Benka Barloschky vor dem Spiel an. In den ersten Augenblicken war bei den Gastgebern von Angst auch nichts zu sehen. Mit zwei frühen Dreiern von Zacharie Perrin und Kenneth Ogbe starteten sie furchtlos ins Spiel – 8:2 stand es kurz nach Beginn für die Towers.

Nach kurzer Eingewöhnungsphase fand dann auch Venedig ins Spiel und drehte auf 8:10. Doch auch die Türme schlugen zurück und schnappten sich die Führung wieder. Das erste Viertel ging mit einer 26:21-Führung für die Towers zu Ende – auch dank einer starken Dreierquote: Vier der sechs Versuche aus der Ferne waren erfolgreich.
Auch im zweiten Viertel überzeugten beide Teams in der Offensive. Doch erneut waren es die Türme, die die entscheidenden Szenen für sich nutzen konnten, und ihre Führung auf zehn Punkte ausbauten. Mit einem starken Auftritt und einer 54:44-Führung gingen die Gastgeber in die Pause. Grund für die Führung war unter anderem ein überragender Devon Daniels. Zwei Freiwürfe, sechs Zweier und einen Dreier verwandelte er – und das mit einer Quote von 100 Prozent!
Die Towers brechen nach der Pause ein
Im dritten Viertel konnten die Türme zunächst nicht an ihre Trefferquote aus der ersten Hälfte anknüpfen. Nach und nach schmälerte sich die Führung. Kurz vor Schluss glichen die Gäste aus. In die letzten zehn Minuten ging es schlussendlich mit einem 64:64-Unentschieden.
Obwohl es für sie sportlich um nichts mehr ging, waren es die Towers, die im letzten Viertel so auftraten, als spielten sie ums Weiterkommen. Unter anderem waren es ein Dreier von Osaro Rich und ein Zweier mit Foul-Erhöhung von Perrin brachten die Gastgeber mit knapp sechs Minuten Restzeit zur 80:70-Führung. Einfach bissiger waren die Türme unterm Korb.
Towers geben die Führung nicht mehr her
Als die Anzeigetafel noch eine Minute und 17 Sekunden anzeigte, stand es 91:84 für die Towers – die Sensation nahm langsam Form an. 30 Sekunden vor Schluss kamen die Gäste dann noch mal bis auf vier Punkte ran – doch die Türme gaben die Führung nicht mehr aus der Hand. Schluss! Die Towers gewinnen zweimal in Folge – und das erste Mal überhaupt in dieser EuroCup-Saison. Als Topscorer halfen dabei vor allem Zacharie Perrin (21) sowie Devon Daniels (21).
Sichtbar erleichtert zeigte sich Barloschky nach dem Spiel. „Ich glaube, dass die erste Hälfte offensiv unsere beste der Saison war“, lobte er sein Team. „Ich bin extrem dankbar für das Vertrauen. Das ist eine besondere Situation im Profisport, dass wir hier so lange geduldig bleiben und kontinuierlich weiterarbeiten.“
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Für die Towers geht es als nächstes in der Bundesliga auswärts gegen die Skyliners Frankfurt (Samstag, 20.00 Uhr). Nun gilt es für die Mannschaft von Benka Barloschky, das gewonnene Selbstvertrauen aus den vergangenen beiden Spielen mitzunehmen und in in der Liga wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren.
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