Erst zwei Bundesliga-Siege! Was Towers-Boss Willoughby jetzt sehen will

Keondre Kennedy wirft einen Korb für die Hamburg Towers
Keondre Kennedy (r.) und die Veolia Towers Hamburg feierten im Eurocup den zweiten Heimsieg in Folge.

Zum ersten Mal seit Saisonbeginn konnten die Veolia Towers Hamburg Anfang der Woche wieder mit dem kompletten Kader trainieren. Am Dienstag gelang beim 93:69 gegen Thessaloniki der zweite Heimsieg in Folge im Eurocup – so viele internationale Erfolge gab es in der gesamten Vorsaison. Die Pflichtspielbilanz ist zwar immer noch schwach, die Stimmung aber sichtlich verbessert. Auch bei Geschäftsführer Marvin Willoughby, der seine Spieler aber vor zu viel Gelassenheit warnt.

Für Willoughby ist es immer dasselbe. „Wenn du vier von zehn Dreiern triffst, bist du ein guter Werfer. Das heißt aber auch, dass du sechsmal daneben wirfst.“ Der 46-Jährige lebt und pflegt dieses Motto und bezieht es auf viele Situationen, wie zuletzt bei den vielen Niederlagen der Wilhelmsburger. Man solle sich nicht zu viele Gedanken machen, sondern ins nächste Spiel gehen und alles geben, so der Gedanke. Dass das nicht immer einfach ist, weiß er aber auch selbst.

Hamburg Towers gewannen erst zwei Bundesliga-Spiele

Zwei Bundesliga-Siege, vier Pleiten. „Wenn man sich die Bilanz anschaut, sieht das natürlich nicht toll aus. Aber man muss den Prozess im Auge behalten“, erklärt Willoughby. Nach einem vielversprechenden Saisonstart zahlten die Türme viel Lehrgeld. Doch jetzt, da der Kader wieder komplett ist, sieht er das Team auf dem richtigen Weg. „Wir sind glücklich mit der Gruppe“, sagt der Boss, weist aber auch auf den Zeitdruck hin: „Wir haben einige, bei denen wir mit den Entwicklungsschritten sehr zufrieden sind, und bei anderen Situationen und Spielern nicht – da sehen wir mehr Potenzial.“

Der Towers-Chef bleibt wie in den vergangenen Jahren geduldig und optimistisch, nimmt aber auch seine Akteure mit klaren Worten in die Pflicht: „Wir müssen von unseren Fähigkeiten überzeugt sein. Das sind wir als Organisation, das sind die Trainer und das sind die Spieler. Wenn die Jungs es schaffen, konstant ihre Leistung abzurufen, dann haben wir keine Probleme. Wenn es aber jemand nicht regelmäßig schafft, dann gibt es ein anderes Gespräch.“

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Nun soll es wieder weiter hinauf gehen, vor allem in der BBL (Platz 15), wo das Niveau „ausgeglichen“ sei, wie Willoughby sagt. Nach zuletzt vier Niederlagen soll der dritte Ligasieg her. Gegen die Heidelberger, die den Towers das Erstrunden-Aus im Pokal bescherten, soll am Freitag die Revanche gelingen. „Das hat schon weh getan“, sagte Turm Kenneth Ogbe. „Wir müssen zeigen, dass wir mehr als nur ein gutes Spiel am Stück machen können.“