Kenneth Ogbe im Duell mit J’Wan Roberts

Die Hamburg Towers um Kenneth Ogbe (r.) glänzten auch im Rückspiel gegen Alba Berlin. Foto: imago/Matthias Koch

Erneute Sensation in der Hauptstadt! Furiose Towers schlagen Alba Berlin

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Sensation, die Zweite! Wie schon im Hinspiel konnten die Hamburg Towers am Dienstagabend auch im Rückspiel völlig überraschend, aber hochverdient gegen Spitzenteam Alba Berlin gewinnen, letztlich triumphierten die Gäste mit 93:87. Das Team von Trainer Benka Barloschky spielte die Hauptstädter phasenweise schwindelig, brachte sich durch ein schwaches letztes Viertel aber beinahe noch um den verdienten Lohn.

„Schon sehr“, antwortete Kenneth Ogbe mit einem erleichterten Lächeln auf den Lippen nach dem Spiel bei Dyn auf die Frage, wie sehr die Towers im letzten Viertel haben zittern müssen. Dass es dazu kommen würde, hatte sich in den drei Durchgängen zuvor jedoch nicht ansatzweise abgezeichnet: 30 Minuten lang legten die Türme in der Hauptstadt einen Gala-Auftritt hin.

Hamburg Towers gelingt Sensation bei Alba Berlin

Die Towers waren enttäuschenden Berlinern im ersten Durchgang in allen Belangen überlegen und spielten sich mit fortlaufender Spieldauer in einen Rausch: Gegen ersatzgeschwächte Hauptstädter – alle drei etatmäßigen Point Guards mussten passen – präsentierten sich die Hamburger sowohl aus dem Feld als auch von der Freiwurflinie als das zielsicherere Team.

Darüber hinaus kauften die Türme dem Tabellenzweiten nach Fehlwürfen den Schneid ab, nach den ersten 20 Minuten standen starke 26:17 Rebounds für die Gäste zu Buche – und das ohne Top-Rebounder Zacharie Perrin, wohlgemerkt. Die komfortable Halbzeitführung der Towers von 45:31: vollkommen verdient. Erst in den letzten Augenblicken des zweiten Viertels kamen die Berliner etwas besser ins Spiel, ein 6:0-Lauf zeugte davon. Der Beginn einer Aufholjagd? Mitnichten. Nach der Pause knüpften die Towers in einer längst mucksmäuschenstillen Uber Arena nahtlos an den begeisternden ersten Durchgang an und erhöhten ihre Führung zwischenzeitlich auf 26 Zähler. Bei Alba ging nichts, bei den Türmen an beiden Enden des Spielfeldes fast alles.

Kenneth Ogbe: Spannung „haben wir uns selbst eingebrockt“

Wem es für einem makellosen Basketball-Abend an Dramatik fehlte, der kam im letzten Viertel jedoch ebenfalls noch auf seine Kosten, denn in den letzten zehn Minuten wendete sich das Blatt auf spektakuläre Weise: Plötzlich ließen die Towers im Rebounding, dem Fundament der drei starken ersten Viertel, Konzentration und Konsequenz vermissen. Mit 34:16 ging der letzte Durchgang an die Berliner, am Ende betrug die Führung nur noch schmale sechs Punkte. „Das haben wir uns selbst eingebrockt mit den ganzen Ballverlusten“, ärgerte sich Ogbe, der mit 20 Punkten hinter Martin Breunig (26; Karriererekord!) zweitbester Hamburger Scorer war.

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Die Hamburger jedoch zeigten, dass sie es nicht nur sportlich mit jedem Gegner aufnehmen, sondern auch Drucksituationen standhalten können. „Wir sind als Team unglaublich eng zusammengerückt“, sagte Ogbe mit Blick auf die von Höhen und Tiefen geprägte Saison. „Das zeigt sich auf dem Feld.“ Und sorgte in diesem Fall dafür, dass die Hamburger den Überraschungserfolg letztlich erfolgreich ins Ziel brachten.

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