Er gewann Silber und Gold bei den Junioren: Towers-Talent will hoch hinaus

Janne Müller
Janne Müller gilt als Toptalent bei den Veolia Towers Hamburg.

Für die allermeisten Türme waren die Tage nach dem Sensationssieg gegen den FC Bayern München in der Barclays Arena ein einziges Emotionshoch. Für einen aber gab es einen Dämpfer. Towers-Kooperationspartner SC Rist Wedel verpasste in der ProB knapp die Playoffs. Janne Müller, der mit einer Doppellizenz für die Towers und Wedel spielt, will daraus aber neue Energie schöpfen. Mit der MOPO hat das Towers-Juwel über seine aktuelle Situation und den Wechsel von Bonn nach Hamburg gesprochen.

Bei den Towers kommt Müller in der Bundesliga bislang nur auf 23 Einsatzminuten (fünf Einsätze). Hinzu kommen 81 Minuten aus dem Eurocup (elf Einsätze). Eine größere Rolle spielte der 19-Jährige bei Wedel in der drittklassigen ProB (377 Minuten, 17 Einsätze, 12,1 Punkte im Schnitt). Dennoch ist Müller fester Teil des Towers-Kaders und saugt Erfahrungen auf. „Auch, wenn man nicht spielt, sind das Momente, aus denen man Erfahrungen mitnehmen kann und die man auch als Motivation nutzen kann für die kommenden Jahre“, sagt Müller.

Hamburg Towers: Talent Janne Müller pendelt zwischen Wedel und Inselpark

Ohne ihn im Kader verpasste Wedel um Haaresbreite am letzten Spieltag der ProB die Playoffs. „Ich versuche BBL und ProB immer getrennt zu sehen. Natürlich war man traurig und genervt, dass man die Playoffs nicht erreicht hat. Diese Doppellizenzen sind immer eine Achterbahn der Gefühle. Ich versuche einfach, nach vorn zu schauen“, erzählt Müller, der bei der Sensation gegen die Bayern in der Barclays Arena hautnah dabei war.

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Für zwei Teams zu spielen, sei eine Herausforderung. „Teilweise ist man morgens vier, fünf Stunden in der Halle. Dazu kommt manchmal das Training bei Wedel am Abend. Da gibt es Momente, die für den Körper und auch mental echt anstrengend sind.“ Auch aus diesem Grund studiert Müller Sportmanagement an einer Fernuni. „Für mich ist das ein guter Ausgleich, dass man auch was für seinen Kopf tut“, sagt er.

Janne Müller im Zweikampf mit Andreas Obst
Janne Müller durfte sich schon mit Bayern-Star Andreas Obst duellieren.

Trotz der hohen Belastung ist der 1,93-Meter-Mann dankbar für die Doppellizenz. „In zwei Teams zu spielen, hilft mir sehr. Gegen die physischeren Leute in der Bundesliga kann man viel lernen. Bei Wedel habe ich mehr Verantwortung, und kann meine Sachen ausprobieren.“ Bei den Towers helfen ihm zudem „viele erfahrene Spieler, denen ich Fragen stellen kann. Man gewöhnt sich Tag für Tag ans Level und verbessert sich“. Besonders mit Kapitän Benedikt Turudic könne Müller immer reden.

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Für den 19-Jährigen ist Hamburg die erste Station nach zwölf Jahren in Bonn. Bei den Telekom Baskets debütierte der U18-Europameister und U19-Vizeweltmeister mit 18 in der Bundesliga. Dennoch sei ihm klar gewesen, „dass ich aus Bonn raus möchte“, erklärt Müller. „Es war an der Zeit, was Neues zu sehen und mich weiterzuentwickeln.“ Die Frage lautete: College-Basketball in den USA oder Hamburg. „Die Situation in Hamburg war zu gut, als dass ich doch aufs College gegangen wäre. Als ich das Angebot hatte, war schnell klar, dass ich das mache. Es war eine gute Situation und eine geile Stadt. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

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Er sei zufrieden, wie es für ihn laufe. „Ich bin an einem sehr guten Ort, an dem ich mich entwickeln kann“, sagt Müller. „Und ich versuche, jeden Tag im Training mein Bestes zu geben.“

Für die allermeisten Türme waren die Tage nach dem Sensationssieg gegen den FC Bayern München in der Barclays Arena ein einziges Emotionshoch. Für einen aber gab es einen Dämpfer. Towers-Kooperationspartner SC Rist Wedel verpasste in der ProB knapp die Playoffs. Janne Müller, der mit einer Doppellizenz für die Towers und Wedel spielt, will daraus aber neue Energie schöpfen. Mit der MOPO hat das Towers-Juwel über seine aktuelle Situation und den Wechsel von Bonn nach Hamburg gesprochen.