Endspurt: Wie es die Hamburg Towers noch in die Playoffs schaffen können
Sieben Spiele stehen für die Veolia Towers Hamburg im Saisonendspurt noch an. Die von Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby gesetzte Zwölf-Siege-Grenze für den „sicheren“ Klassenerhalt ist bereits erreicht. Zeit, die Saison jetzt austrudeln zu lassen, besteht jedoch keineswegs. Im Gegenteil. Die Türme können sich mittlerweile begründete Hoffnung auf die Playoffs machen.
Gewohnt zurückhaltend geht Towers-Coach Benka Barloschky mit dem Blick auf die Tabelle um. Die zwölf Siege seien nicht das Ziel gewesen. Vielmehr, „besser zu spielen und besser zu werden. Die zwölf Siege sind ein Nebenprodukt davon“, sagte Barloschky nach dem 97:75-Sieg über Frankfurt. Dennoch sei es eine Erleichterung, nicht mehr den Druck des Abstiegskampfs spüren zu müssen.
Hamburg Towers haben jetzt eine reale Playoff-Chance
Auch wenn Barloschky es nicht zugeben will, die Chance auf die Play-ins ist real. In dieser Playoff-Qualifikation, die 2024 in der Basketball-Bundesliga eingeführt wurde, spielen die Plätze sieben bis zehn um zwei Playoff-Spots. Der Sieger aus der Partie zwischen dem Siebten und Achten erhält den ersten Platz. Der Verlierer dieses Duells kämpft mit dem Gewinner aus dem Spiel zwischen dem Neunten und Zehnten um den letzten Playoff-Platz.
Der Trend zeigt für die Towers deutlich nach oben. Seit dem verkorksten Saisonstart mit acht Niederlagen gewannen die Türme in der BBL zwölf von 19 Spielen und stehen auf Platz zwölf. Zuletzt gewannen sie dreimal in Folge und sind damit das formstärkste Team der Liga. Einen großen Anteil daran hat L.J. Thorpe, der mit 22,3 Punkten im Schnitt glänzte und damit zweimal zum BBL-Spieler der Woche erkoren wurde. „Wenn wir rausgehen, fühlt es sich an, als würden wir fliegen“, beschrieb Ross Williams den aktuellen Lauf.
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Betrachtet man die letzten fünf Jahre, waren im Schnitt 15,8 Siege für Platz zehn nötig. Fünf Siege aus den verbleibenden sieben Spielen dürften sicher für die Play-ins reichen, bei vier Siegen könnte es auch auf den direkten Vergleich der Teams untereinander ankommen. In den Spielen gegen den MBC, Rostock und Vechta geht es für die Towers daher auch darum, diesen für sich zu entscheiden. Im Duell mit Vechta am 19. April müsste dafür zum Beispiel ein Sieg mit mehr als zwei Punkten eingefahren werden.