Der Neue gibt ein Fünkchen Hoffnung! Aber Towers kassieren Niederlage Nummer 20
Dass in Slowenien nicht viel zu holen sein würde, war den Hamburg Towers wohl schon vor dem Tip-Off klar. Das 73:93 (35:48) bei Olimpija Ljubljana im Eurocup kann als Trainingsspiel für die eminent wichtige Bundesliga-Begegnung gegen Ludwigsburg am Samstag dienen. Der jüngste Towers-Zugang Devon Daniels zeigte immerhin vielversprechende Ansätze.
Nach 79 Sekunden spielte er einen genauen Pass auf Zacharie Perrin, den dieser per Alley Oop zum ersten Korb des Abends nutzte. In der Anfangsphase warfen beide Teams eine Menge Fahrkarten, doch die Hamburger blieben nach dem Auftakt-Korb mehr als drei Minuten ohne weitere Punkte. Mit einem Elf-Punkte-Lauf zog Ljubljana davon und zwang Towers-Trainer Benka Barloschky zur ersten Auszeit.
Hamburg Towers: Daniels mit vielen Körben beim Debüt
In der hörten seine Schützlinge Barloschky offenbar aufmerksam zu, was gerade Daniels mit vier Körben bis zum Viertelende unterstrich. Weil Justin Edler-Davis zwischendurch auch einen Dreier versenkte und seine Mitspieler sich viele Offensiv-Rebounds schnappten, kamen die Towers auf 15:16 heran und lagen nach dem ersten Durchgang mit fünf Zählern Rückstand immer noch in Reichweite.
Kleine Erfolge, die auch nach der saisonübergreifend 20. Pflichtspiel-Niederlage in Folge Mut machen, dass wenigstens in der Bundesliga die Wende gelingt. Im Eurocup verhinderten schwache Abschlüsse unter dem Brett im zweiten Viertel, dass die Hamburger die Gastgeber ernsthaft in Gefahr bringen konnten. 13 Punkte Pausenrückstand waren die logische Folge.
Barloschky: „Wir machen zu wenig aus unseren Möglichkeiten“
„Wir brauchen mehr Rebounds“, forderte Barloschky im Halbzeit-Interview auf Magenta Sport. Ein Wunsch, der in der Stozice-Arena nur äußerst bedingt in Erfüllung ging. Zu oft waren die Slowenen am Korb unbedrängt, technische Unzulänglichkeiten wie ein Doppeldribbel-Schrittfehler von LJ Thorpe kamen hinzu. Die Towers hielten ihren Rückstand in Grenzen, kamen aber nicht wirklich zurück ins Spiel. „Wir haben den Ball oft unter das Brett bekommen, machen dann aber zu wenig aus unseren Möglichkeiten“, nannte Barloschky nach dem Spiel einen der Gründe, warum es nicht zu einer Aufholjagd kam.
Im Eurocup waren die Wilhelmsburger schon in besseren Tagen tendenziell überfordert, in Krisenzeiten ist der Wettbewerb kaum mehr als ein Aufgalopp zum Einspielen für den Bundesliga-Abstiegskampf. Das öfters gelungene Zusammenspiel von Neu-Turm Daniels mit dem jungen Franzosen Perrin kann ein wenig Hoffnung geben, dass es am Samstag gegen Ludwigsburg nicht zur Serien-Niederlage Nummer 21 kommen muss.
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Mit 19 Punkten war Daniels bei seinem Debüt gleich der erfolgreichste Towers-Schütze, Perrin folgte ihm auch dank seiner Zuspiele mit 14 gesammelten Zählern. LJ Thorpe (11) punktete ebenfalls zweistellig. 14 Turnover zeigten aber auch, dass es im gegenseitigen Spielverständnis innerhalb des Türme-Teams noch einiges zu verbessern gibt – am besten schon am Samstag gegen Ludwigsburg.
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