„Bin unzufrieden“: Was Towers-Boss Willoughby jetzt erwartet

Leonard Thorpe Jr. von den Hamburg Towers bei einem Korbwurf
Schnelles Wiedersehen in Rostock: Am 22. April gewannen die Towers mit 91:86 nach Verlängerung gegen die Seawolves. L.J. Torpe (am Ball) steuerte 15 Punkte zum Erfolg bei.

Ein letztes Spiel steht für die Veolia Towers Hamburg noch an, bevor es in die Sommerpause geht. Das große Saisonfinale, das zuletzt in greifbare Nähe gerückt war, wird jedoch ausbleiben. Auf dem Papier geht es für die Wilhelmsburger um nichts mehr. An Urlaub oder Abschalten wird bei den Türmen trotzdem noch nicht gedacht. Vielmehr wird das abschließende Nord-Ost-Derby gegen Rostock zum Charaktertest.

Dass es im letzten Spiel um nichts mehr gehen würde, war zu erwarten – zumindest zu Beginn der Saison. Auch enttäuschte Gesichter schienen absehbar. Dass die Enttäuschung jedoch nicht dem Abstieg, sondern der verpassten Chance auf die Post-Season gelten würde, hätten wohl die wenigsten für möglich gehalten.

Hamburg Towers starteten mit acht Pleiten in die Saison

Mit acht Niederlagen starteten die Towers in die Spielzeit, saison- und wettbewerbsübergreifend waren es 24 (!) Pleiten in Serie. Betrachtet man den folgenden Aufschwung, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby (48), der maßgeblich an den Nachverpflichtungen beteiligt war.

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Und die schlugen sofort ein. Besonders durch Dreier-Spezialist Ross Williams (2,2 Dreier pro Spiel) und Topscorer Devon Daniels (17,2 Punkte pro Spiel) kurbelte Willoughby die Offensive an. Hinzu kam Martin Breunig (5,2 Rebounds pro Spiel), der den Wilhelmsburgern Stabilität verlieh.

„Mit Nachverpflichtungen sollte man nie zufrieden sein, weil das bedeutet, dass man bei den Erstverpflichtungen nicht gut gearbeitet hat“, sagt Willoughby der MOPO. „Aber wir freuen uns, dass die gezündet haben.“ Zumindest der Verbleib von Breunig ist bereits sicher. Weitere Gespräche und Verhandlungen sollen „in den nächsten Wochen“ folgen, „um zu gucken, wie wir weiterkommen“.

Mit dem Klassenerhalt kam die Chance auf die Play-ins

So kämpften sich die Towers aus ihrem aussichtslos wirkenden Loch. Vier Spieltage vor Saisonende war der Klassenerhalt rechnerisch gesichert – mit realistischem Blick sogar noch früher. Gleichzeitig bestand bis zum 32. Spieltag noch die Chance auf die Play-ins.

Gemischte Gefühle also, auch bei Willoughby. „Im Hier und Jetzt bin ich unzufrieden, weil wir eine realistische Chance hatten, in die Play-ins zu kommen und so knapp davor waren“, sagt er. „Es ist wirklich eine Achterbahnfahrt zwischen sauer sein und Dankbarkeit. Hätte man mich vor vier Monaten gefragt, wäre alles außer dem Klassenerhalt egal gewesen. Deshalb müssen wir in der aktuellen Situation auch froh sein.“

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Gegen Rostock soll ein versöhnlicher Abschluss gelingen. „Wir wollen mit einem positiven Gefühl aus der Saison gehen“, sagt Willoughby. „Das Wichtigste ist, dass wir uns nach dem Spiel anschauen und sagen können, dass wir alles gegeben haben. Jeder wird alles versuchen – auch für das gesamte Team.“

Ein letztes Spiel steht für die Veolia Towers Hamburg noch an, bevor es in die Sommerpause geht. Das große Saisonfinale, das zuletzt in greifbare Nähe gerückt war, wird jedoch ausbleiben. Auf dem Papier geht es für die Wilhelmsburger um nichts mehr. An Urlaub oder Abschalten wird bei den Türmen trotzdem noch nicht gedacht. Vielmehr wird das abschließende Nord-Ost-Derby gegen Rostock zum Charaktertest.

Dass es im letzten Spiel um nichts mehr gehen würde, war zu erwarten – zumindest zu Beginn der Saison. Auch enttäuschte Gesichter schienen absehbar. Dass die Enttäuschung jedoch nicht dem Abstieg, sondern der verpassten Chance auf die Post-Season gelten würde, hätten wohl die wenigsten für möglich gehalten.