Alexander Zverev schaut skeptisch

Alexander Zverev sagte bei den Hamburg Open am Rothenbaum ab – viele Fans enttäuschte das. Foto: imago/ZUMA Press

Zverev-Absage mit fadem Beigeschmack: Das sagen die Fans am Rothenbaum

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Die Absage von Lokalmatador Alexander „Sascha“ Zverev am Rothenbaum war wohl die bitterste Nachricht für die Hamburger Tennisfans. Nur einen Tag vor Beginn der Bitpanda Hamburg Open gab das Turnier sein Aus aufgrund von Rückenschmerzen bekannt. Am Dienstag zeigte sich der Hamburger schon wieder auf dem Trainingsplatz. Die MOPO befragte Fans am Rothenbaum zu Zverevs Absage. 

Es ist nicht das erste Mal, dass Zverev sein Heimturnier ausfallen lässt. 2017, 2018 sowie von 2020 bis 2022 trat er auch schon nicht am Rothenbaum an. Eine solch kurzfristige Absage gab es damals jedoch nicht. „Es wäre schon schön gewesen“, sagt Thomas S. der MOPO. Dennoch habe er Verständnis für die Entscheidung der Nummer drei der Welt. „Man weiß ja, wie groß das Pensum ist, das er vorher gespielt hat“, so der Mann, der seine Tickets schon im vergangenen Jahr gekauft habe. Damals noch mit dem Wissen, dass Zverev auch an den Start geht.

„Natürlich ist das enttäuschend“, sagt Thorsten A., „wir hätten ihn schon gerne gesehen“. Man habe Zverev „anmerken“ können, „dass er körperlich platt ist, dementsprechend war damit ja fast schon zu rechnen“. Einen Verbesserungsvorschlag für das Turnier gab Martin S.: „Ich denke, dass Turnier in Hamburg müsste eigentlich eine Woche früher stattfinden. Dann wäre Zverev hier gewesen und hätte danach eine Woche Pause gehabt, um sich zu regenerieren.“

Zverev enttäuscht Fans bei den Hamburg Open – spielt aber in Paris

Zverev selbst wandte sich in einem ausführlichen Statement an seine Hamburger Fans. Schon zuvor sprach er davon, dass er sich ausruhen wolle. Der Blick geht dabei auf die anstehenden French Open. Als denkbar unglücklich wurde zudem die Entscheidung des 29-Jährigen empfunden, sich schon am Dienstag wieder in Paris auf dem Platz blicken zu lassen. Schließlich fanden am Rothenbaum am selben Tag noch Erstrunden-Matches statt.

Klar, seine Trainingssession mit Novak Djokovic und Co. ist nicht im Ansatz mit einer richtigen Turnierwoche zu vergleichen. Bei den Fans kamen die veröffentlichen Videos dennoch nicht gerade gut an. „Also hat er Hamburg für ein Showmatch verpasst?“, fragte sich ein User unter dem Instagram-Post des Grand Slams. „Dann sollte er aber auch nicht für Hamburg melden – sieht dumm aus, wenn man in Hamburg wegen „erholungsdefizit“ nicht antritt und dann in Paris auftaucht!!“, fand eine andere Userin.

Alexander Zverev spielte am Dienstag auf der Anlage in Paris. imago/ZUMA Press
Alexander Zverev spielt in Paris
Alexander Zverev spielte am Dienstag auf der Anlage in Paris.

Am Rothenbaum sind sich die meisten Fans einig. Ein grundsätzliches Verständnis für die Entscheidung des Lokalhelden besteht durchaus. „Auf der anderen Seite trainiert er ja auch recht fleißig in Paris“, sagt Hennig W. jedoch, „das hat natürlich ein bisschen Geschmäckle als Hamburger.“ Eines war ihnen jedoch allen bewusst: Auch ohne Zverev gab und gibt es ausreichend Gelegenheit, ganz großes Tennis zu sehen.

Viele Stars sagten am Rothenbaum ab – zwei Deutsche verbleiben

Dennoch muss man sich eingestehen, dass Zverev seit Bekanntgabe des Turniertermins als Zugpferd für die Fans und den Ticketverkauf galt. „Wir zählen auf ihn. Es ist immer unser größter Wunsch, ihn hier zu haben. Er hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie viel ihm das Turnier bedeutet“, beschrieb Turnierdirektor Enric Molina Zverevs Bedeutung. Der eingeheimste Ticket-Aufschwung schon mehrere Wochen vor Turnierbeginn dürfte zu einem Großteil mit dem Lokalmatador zusammengehangen haben.

Neben Zverev sagten zudem Holger Rune (43.), Zizou Bergs (38.), João Fonseca (30.), Lorenzo Musetti (11.), Jiri Lehecka (14.), Valentin Vacherot (18.), Jack Draper (74.), Brandon Nakashima (33.), Denis Shapovalov (37.) und Miomir Kevmanovic (47.) ab. Bei der ursprünglichen Verkündung der Teilnehmerliste standen noch elf angekündigte Profis in den Top 20, zu Turnierbeginn schrumpfte die Zahl auf acht.

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Zudem schieden in der Qualifikation und in der ersten Runde alle acht Deutschen bis auf Daniel Altmaier und Yannick Hanfmann aus. Während Hanfmann am Mittwochabend noch sein Achtelfinalmatch gegen den an sieben gesetzten Luciano Darderi bestreiten muss, steht Altmaier nach seinem Überraschungssieg gegen Ben Shelton bereits im Viertelfinale. Dort erwartet er entweder Tommy Paul oder Tomas Etcheverry.

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